In Stadtgeschichte eingetaucht

Ehemalige Zivilbedienstete der Pfalzgraf-Johann-Kaserne und Gäste besichtigten das Schwarzachtaler Heimatmuseum und das Schloss Dürnitz. Otto Reimer (hinten, Mitte) führte durch die Räumlichkeiten. Bild: dl
Lokales
Neunburg vorm Wald
26.09.2015
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Das Ehemaligentreffen führte die früheren Zivilmitarbeiter, Rentner und Bediensteten der Pfalzgraf-Johann-Kaserne wieder zusammen. Neben der Erinnerung an die gemeinsame Arbeitszeit wurde auch in die Heimatgeschichte zurückgeblickt.

Vor der Einkehr im Gasthof Sporrer hatte Wolfgang Stengel eine Besichtigung des Schwarzachtaler Heimatmuseum samt einer Führung organisiert. In den Räumen des ehemaligen Stadtschlosses ging Otto Reimer auf die ausgestellten Abteilungen ein. Informativ ist die Stadtgeschichte von Neunburg zu sehen. Ausführlich werden Kriegszeiten, Jäger und Schützen, Handwerk und Handel, Kirche und Leben, Vor- und Frühgeschichte und weitere Themen dargestellt.

Das Museum wurde 1910 gegründet und zählt mit zu den ältesten und größten der Oberpfalz. Seit 1980 hat das Museum in den historischen Räumen, einer Residenz der Wittelsbacher Pfalzgrafen aus dem 15. Jahrhundert, ein angemessenes Ambiente gefunden. In zwei Geschossen des Schlosses und seines spätgotischen Wartturmes führt es den Besucher in 18 Räume und in ein Lapidarium mit einer Ausstellungsfläche von insgesamt 1000 Quadratmetern in die Geschichte und Kultur der Stadt und des Schwarzachtales ein. Eine einzigartige Ausstellung historischer Militaria, eine attraktive Sammlung sakraler Kunst mit Hinterglasbildern, Gemälden, Skulpturen und Zeugen der Volksfrömmigkeit und eine interessante Abteilung Stadtgeschichte dokumentieren die 1000-jährige Historie der Stadt.

Zum Schluss führte Museumsleiter Theo Männer die Gäste noch um die Burganlage, stellte die Zwingeranlage vor und erläuterte geplante Vorhaben. Am Ende der informativen Führung überreichte Wolfgang Stengel an den Museumsleiter das Gebäudeschild der ehemaligen Arbeitsstätte auf dem Plattenberg (Standortverwaltung Oberviechtach, Außenstelle Neunburg) für die Sammlung.

Mit der Auflösung des Panzerartilleriebataillons 115 vor acht Jahren schlossen in Neunburg die Kasernen-Tore. Eine Vielzahl an Beschäftigten wurde in andere Standorte versetzt oder ging in Rente. Seit dieser Zeit organisiert Wolfgang Stengel jährlich ein Treffen. Ziel dieser Zusammenkünfte ist es, Kontakt zu den ehemaligen Kollegen aufzunehmen und Erinnerungen auszutauschen.
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