In Theorie und Praxis vielseitig

Siegerehrung im forst- und landwirtschaftlichen Wettbewerb. Das Bild zeigt jeweils die fünf Erstplatzierten bei den Forstleuten und den Landwirten, gemeinsam mit den Ehrengästen und Ausrichtern. Links der Sieger bei den Forstleuten, Andreas Rieder, daneben der Gewinner bei den Landwirten, Alexander Dirnberger. Dritte von links die einzige platzierte Dame, Lena-Maria Irrgang. Bild: rid
Lokales
Neunburg vorm Wald
05.02.2015
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Wer in den grünen Berufen arbeitet, braucht viele Talente. Präzision und Schnelligkeit waren beim Berufswettbewerb der deutschen Landjugend gefragt, an dem sich im Beruflichen Schulzentrum 47 Landwirte aus der Oberpfalz und 55 Forstwirte aus ganz Bayern beteiligten.

Im praktischen Teil sollten die angehenden Forstwirte mit der Motorsäge Kombinations- und Präzisionsschnitte setzen, die Sägekette wechseln und Augenmaß beim Anlegen einer Fallkerbe beweisen. Biegen, schleifen und bohren musste der landwirtschaftliche Nachwuchs beim Anfertigen eines Gerätehalters aus Metall.

Wissen um Sicherheit

Bevor sich die Forstleute mit der Motorsäge auf das Freigelände begaben, mussten sie sich den theoretischen Fragen stellen, Baumarten und Sträucher bestimmen und geschützte Pflanzen benennen. Zur Prüfung gehörte ferner eine fünfminütige Präsentation zu folgenden Themen: Sicherheitseinrichtungen der Motorsäge, persönliche Schutzausrüstung bei der Holzernte und Baumbeurteilung für die Fällung eines Stammes.

Die künftigen Landwirte sahen sich einer Vielzahl von Schalen mit Samen sowie Dünger- und Futtermittel gegenüber und mussten in kurzer Zeit die Sorten bestimmen. Bei den Referaten standen zwei Themen zur Auswahl: "Anwendung von Smartphone-Apps in der landwirtschaftlichen Ausbildung" oder "Welche Vor- und Nachteile ergeben sich, wenn der Lehrling auf dem Ausbildungsbetrieb auch wohnt?"

Außenstellenleiter Günter Dirnberger erläuterte bei einem Rundgang die Vielfalt an Kompetenzen, die der Wettbewerb den jungen Leuten abverlange. Fachliche Kenntnisse, handwerkliche Fertigkeiten, ein breitgefächertes Allgemeinwissen und rhetorisches Geschick nennt der Studiendirektor Faktoren, "die auch für den späteren Erfolg im Berufsleben eine Rolle spielen". Der Wettbewerb solle den jungen Leuten auch Lust machen, sich weiter zu qualifizieren, betonte der Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Josef Wittmann. Fachbetreuer Leonhard Riedmeier, lobte die enge Zusammenarbeit von Schule, Ämtern und Forstbetriebe bei der Zusammensetzung der Jury, die aus Ausbildern und Meistern aus den Landkreisen Schwandorf und Cham bestand.

Sieger in nächster Runde

Bei der Siegerehrung präsentierten die Schüler den zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Schulen und Standesorganisationen die Prüfungsaufgaben und die dazu gehörigen Ergebnisse. Die sieben Erstplatzierten bei den Landwirten qualifizierten sich für den Bezirksentscheid am 18. März in Almesbach bei Weiden. Es sind dies Alexander Dirnberger (Landkreis Cham, 87,6 von 100 möglichen Punkten), Lena Maria Irrgang (Cham, 86,5), Simon Armer (Schwarzhofen, 85,9), Benedikt Lottner (Grasdorf, 85,1), Martin Konrad Mayer (Freihöls, 84,15), Johannes Frank (Cham, 84,15) und Markus Dirscherl (Nefling, 83,85.).

Bei den Forstwirten kam kein Teilnehmer aus dem Landkreis Schwandorf unter die ersten Zehn. Die sechs Erstplatzierten dürfen beim Landesentscheid Ende April in Bayreuth antreten. Dies sind Andreas Rieder (Gutverwaltung Hubertushof, Oberbayern, 82,1), Florian Bauer (Forstbetrieb Bad Tölz, 81,0), David Huber (südbayerische Portlandzementwerk Oberbayern, 80,9), Michael Böhm (Forstbetrieb Landsberg am Lech, 80,3), Michael Rest (Firma Anton Suttner, 80,2) und Florian Hahn (Forstbetrieb Allersberg, 78,8).
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