Kein Zurück zum Gegenverkehr

Der Stadtrat hält an der Einbahnstraße fest, ein zeitweises Aufheben fand im Gremium keine Befürworter. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
19.12.2014
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In der Hauptstraße wird es keine "Rolle rückwärts" geben. Einstimmig hat der Stadtrat eine zeitweise Aufhebung der mittlerweile über drei Jahre geltenden Einbahnstraßenregelung abgelehnt. Der Antrag mehrerer Gewerbetreiber endete in der Sackgasse.

Auslöser für das Gesuch war der fürs nächste Frühjahr geplante Umbau der Kreuzung Dorrer-/Söltlstraße. Die Antragsteller befürchten, dass auswärtige Besucher während der Arbeiten, die auch die starkbefahrene Konrad-Adenauer-Straße (Staatsstraße 2040) einschließen, Umwege in Kauf nehmen müssen. Auch eine "Teilung" der Stadt bei Umleitungen sollte vermieden werden.

Unnötig und verwirrend

Doch dem Vorschlag der Antragsteller, für die Zeit der Bauphase die Einbahnregelung in der Hauptstraße aufzuheben und den Begegnungsverkehr wieder zuzulassen, stehen sowohl die Verwaltung als auch die Polizeiinspektion skeptisch gegenüber. In den Sitzungsunterlagen wurde damit argumentiert, dass sich die Verkehrsteilnehmer mittlerweile an die Verkehrsregelung und -führung gewöhnt haben. Die Einbahnstraße für wenige Monate aufzuheben und dann wieder in Kraft zu setzen, würde die Fahrer nur unnötig verwirren.

Mit "Schleichwegen"

Zudem seien die vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach vorgesehenen Umleitungsstrecken "kurz und gut befahrbar". Weil die Arbeiten in mehreren Abschnitten verlaufen, wäre das Anfahren der Hauptstraße - zumindest aus einer Richtung - fast ständig schnell und problemlos möglich. Für Ortskundige sei die Altstadt ohnehin über Nebenstraßen und "Schleichwege" gut erreichbar.

Bürgermeister Martin Birner kündigte an, das Projekt von städtischer Seite mit einem aktiven Baustellenmanagement begleiten zu wollen. Unter anderem soll die Zufahrt zur Altstadt mit wechselnden Beschilderungen und Markierungen deutlich gemacht werden. Sobald die bauausführende Firma bekannt und der Zeitplan absehbar ist, soll nochmals eine Abstimmung mit den Gewerbetreibenden erfolgen. Das Gesuch wurde einstimmig abgelehnt, die Antragsteller waren über die Einschätzung von Polizei und Verwaltung bereits am Montag in einer Besprechung informiert worden.

Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden die Bauarbeiten an der Fronfeste zur Trockenlegung des Fundamentfußes an der Südfassade vergeben. Den Zuschlag erhielt die Neunburger Baufirma Wilhelm für einen Preis von 85 781,66 Euro. "Grünes Licht" erhielt noch Kämmerer Michael Haßfurtner zur Umschuldung von zwei Darlehen der Spitalstiftung.
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