Kirwa-Laune im Heimatmuseum

Lokales
Neunburg vorm Wald
06.08.2015
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Bereits zum zehnten Mal tönte der Schlachtruf "Wer hod Kirwa? Mir ham Kirwa!" durch den Ranklhof. Der Heimatverein Seebarn fügte dem Brauch seiner Museumskirchweih ein weiteres Kapitel an. Das Aufstellen des Kirwabaums läutete die Festtage ein.

Die Musik spielte, und trotz Wind und Kälte kamen viele Gäste zum Auftakt. Die Burschen von der "Seebarner Hütt'n" hievten die schlanke Birke zu den Kommandos von Benedikt Käsbauer schnell in die Höhe. Dafür gab es Lob vom Vorsitzenden des Heimatvereines, Adolf Greiner, und Applaus von den Zuschauern. Auch mehrere Mass Bier schleppten die fleißigen Helfer des Vorstandsteams für die starken Männer und die Musikanten vom "Gwiach hot ana" heran. Die hörten auf ihren Leiter Raimund Ferstl und spielten trotz Zugluft mitten im Ranklhof bis spät in die Nacht zünftig auf.

Am Sonntag verteilten sich wieder viele Handwerker und Künstler im gesamten Heimatmuseum und auf dem Freigelände. Im Garten arbeitete der Steinbrecher, und die Ippisch-Zwillinge demonstrierten, dass sie noch Seile drehen können, wie sie es als Kinder gelernt haben. Es gab Schönes aus Zirbenholz, geschnitzte Edelweißblüten und Holzvogelhäuschen. Die Damen blieben eher beim Gestrickten, den Oberpfälzer Trachten und dem Schmuck stehen. Sehenswert waren auch die beiden Spinnerinnen, deren Räder sich fleißig drehten.

Tänze und Marionetten

Die Flammkuchen - süß oder deftig - aus dem Museumsbackofen waren heiß begehrt, auch Kaffee und Kuchen fanden großen Zuspruch. Dazwischen schmeckten Steckerlfisch, Bratwürste und Steaks ebenfalls. Gutes Essen und Trinken gehörten schon immer zur Kirchweih, und dafür hatten die Veranstalter bestens gesorgt. Die Kinder kamen bei den Tanzeinlagen des SV Seebarn und der Aufführung der "Komödie von der Agnes" beim tschechischen Marionettentheater "Divadlo Sus" auf ihre Kosten. Ein Spaziergang durch den großen Bauerngarten, in dem alte Haustierrassen wie beispielsweise Reichshühner ausgestellt waren, rundete das Programm ab.

Schmiedefeuer lodert

Raimund Ferstl zeigte einen seiner Oldtimer-Bulldogs und gab gerne Auskunft darüber. Viele sahen auch Schlosser Josef Kirchberger zu, wie er an seiner kleinen Schmiede über dem offenen Feuer ansprechende Gartenstecker herstellte. "Kirwa lou niard nou, i bleib no länger dou", dachten sich die Besucher, weil es ihnen bei der Museumskirwa in Seebarn so gut gefallen hat.

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Bildergalerie im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/museumskirwa2015
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