Klangreise über den Brenner

57 junge Musiker boten als Junge Philharmonie Ostbayern ein beachtenswertes Konzert, bei dem sie die Zuhörer musikalisch nach Italien mitnahmen. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
15.09.2015
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Die motivierten Musiker der Jungen Philharmonie Ostbayern entführten die Gäste bei einer sinfonischen Urlaubsreise in der Schwarzachtalhalle nach "Bella Italia". Die Tour voller Wohlklang endete triumphal.

"Kommen Sie mit nach Venedig und genießen Sie die letzten Sonnenstrahlen", animierte Moderator Sebastian Ottowitz die Gäste und leitete damit zur Semiramis-Ouvertüre von Gioachino Rossini über, mit der das Konzert eröffnet wurde. 57 junge Musiker im Alter von 12 bis 25 Jahren, die als Schüler, Studierende, Azubis oder Berufstätige unterschiedliche Hintergründe haben und aus Regensburg, Passau und Landshut stammen, haben sich aus Leidenschaft zur Musik zur Jungen Philharmonie Ostbayern formiert, erklärte er.

Das Konzert in Neunburg bildete den krönenden Abschluss einer Trainingswoche im Schullandheim Gleißenberg, bei der durch achtstündiges tägliches Musizieren eine große Orchestergemeinschaft entstanden ist. Der Moderator und "Reiseleiter" führte die Gäste weiter in Richtung Norditalien nach Turin, wo Giacomo Puccinis Oper "Manon Lescaut" entstanden ist. Liebe, Leidenschaft und Eifersucht sowie ein tragisches Ende stellten die Musiker mit Dirigent Markus Ottowitz in dem Intermezzo dar.

Nach der Pause folgte das Highlight des Abends, die Italienische Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die Stefan Shen mit vollem Körpereinsatz dirigierte. Bei seiner Sinfonie, die im Zeitraum von zwei Jahren entstanden ist, wollte Mendelssohn nicht das klassische Italien mit Pizza, Rotwein und Urlaubsfeeling darstellen, ihm ging es vielmehr darum, die Lebensart und das Wesen der Italiener zu erkunden.

Das Konzert endete wahrhaft triumphal mit dem berühmten "Triumphmarsch" aus Verdis "Aida". Abschließend bedankte sich das Publikum für das große Engagement der jungen Musiker mit viel Applaus. Das Konzert, das im Programm des Neunburger Kunstherbstes stattfand und von Kulturbeauftragtem Karl Stumpfi organisiert worden war, hätte jedoch mehr Besucher verdient. Ein so herausragendes Musikerlebnis bei freiem Eintritt erleben zu können, sollte mehr Beachtung finden.
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