"Klassiker des Humors" erleben

Den LTO-Beitrag zum Kunstherbst stellten (von links) Bürgermeister Martin Birner, Kulturbeauftragter Karl Stumpfi, Intendant Frank Kasch, Kunstverein-Vorsitzende Beate Seifert, Chefdramaturg Till Rickelt und Schauspielerin Julia Gruber im Rathaus vor. Bild: agr
Lokales
Neunburg vorm Wald
14.10.2015
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Zum ersten Mal ist das Landestheater Oberpfalz beim Kunstherbst vertreten. Am Freitag, 16. Oktober, wird mit einer szenischen Revue an das Multi-Talent Heinz Erhardt erinnert.

"Freunde, Zähne hoch und beißt den Kopf zusammen!" - nur eines von vielen originellen Wortspielen, die dem 1979 verstorbenen Jahrhundert-Humoristen zugeschrieben werden. Der Dichter, Komponist, Kabarettist, Entertainer und Schauspieler erobert heute noch die Herzen von Lesern, Hörern und Zuschauern. Anlässlich seines 100. Geburtstages 2009 erreichte die Heinz-Erhardt-Renaissance ihren Höhepunkt: Das "Mondgesicht mit Hornbrille" genießt quer durch die Generationen Kultstatus.

Das Landestheater Oberpfalz (LTO) reitet auf dieser Erfolgswelle. In der aktuellen Spielzeit wird die 2012 inszenierte szenische Revue "Heinz-Erhardt-Abend" wieder aufgenommen. Die erste Aufführung geht am Freitag, 20 Uhr, in der Schwarzachtalhalle über die Bühne. Mit dem Kunstherbst-Debüt will das LTO sein künstlerisches Engagement in der Region fortsetzen. Bei einem Gespräch mit Vertretern der lokalen Kunstszene im Rathaus sah Intendant Frank Kasch die Zusammenarbeit mit der Stadt Neunburg als tragende Säule eines auf mehrere Jahre angelegten "Imageprojekts". Denn das Landestheater ist dabei, seinen bisherigen Wirkungskreis in der nördlichen Oberpfalz auszuweiten und "hinaus in die Landkreise zu gehen".

Bürgermeister Martin Birner begrüßte diese vielversprechende Kooperation. Er nützte die Gelegenheit, dem Kunstverein Unverdorben, vertreten durch Vorsitzende Beate Seifert, Dank und Anerkennung auszusprechen. Es sei bewundernswert, welch positive Entwicklung der Neunburger Kunstherbst in zwei Jahren genommen habe. Als einen starken Bündnispartner auf dem Sektor der darstellenden Kunst bezeichnete Kulturbeauftragter Karl Stumpfi das LTO. Das Theaterangebot erfahre mit diesen Gastspielen eine enorme Aufwertung. Im Hinblick auf den Heinz-Erhardt-Abend sei die Vorfreude groß: "Beim Neunburger Kunstherbst darf gelacht werden."

Chefdramaturg Till Rickelt und Schauspielerin Julia Gruber stellten die Inszenierung kurz vor. Das Landestheater Oberpfalz lässt das Künstlerleben Heinz Erhardts in einer bunten Szenenfolge Revue passieren. Als Kulisse dient dabei ein Fernsehstudio. Der Jahrhundert-Komiker hat auf der Bühne gleich zwei "Alter Egos": Rupert Grünbauer spielt den alten und Holger Popp (auch für die Live-Musik zuständig) den jungen Erhardt.

Natürlich tauchen im Laufe des unterhaltsamen Abends neben "Ritter Fips" die bekanntesten Figuren aus Erhardts Humor-Kosmos auf. Und sie agieren auf der weiten Spielwiese zwischenmenschlicher Beziehungen. Ganz besonders haben es aber "Evas Töchter" dem Großmeister der Pointe angetan. Um es in seinen Worten auszudrücken: "Keine Frau ist so schlecht, dass sie nicht die bessere Hälfte eines Mannes werden kann".

Eintrittskarten

Im Internet unter www.nt-ticket.de oder landestheater-oberpfalz.de zu Preisen zwischen 11 Euro und 19,90 Euro (je nach Kategorie). Außerdem im Büro- und Pressezentrum in der Hauptstraße und an der Abendkasse.
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