Kleine Blessuren im Griff

Ziemlich holprig und rissig erweist sich die Zufahrt zum Druidenstein (im Hintergrund) in Kröblitz. Auch diese Straße steht deshalb zusammen mit einem Teil des Schwarzachwegs auf der Liste für Sanierungsmaßnahmen. Kostenpunkt: 35 000 Euro. Bild: Bugl
Lokales
Neunburg vorm Wald
13.12.2014
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Erst ist es nur ein Riss. Doch wenn der Frost seine Sprengkraft entfaltet, steht schnell die Komplettsanierung an. Damit es gar nicht so weit kommt hat der Bauausschuss die dringlichsten Maßnahmen aufgelistet und für 2015 rund 290 000 Euro eingeplant.

"Unterm Strich geht es darum, dass wir manche Straßen noch retten können, wenn wir rechtzeitig eingreifen und den Oberbau verstärken", verdeutlichte Bürgermeister Martin Birner bei der Bauausschuss-Sitzung. Dort standen die Straßenunterhaltsmaßnahmen für 2015 zur Debatte.

Mit Vorbehalt

Für Wirtschaftswege waren ursprünglich 15 000 Euro vorgesehen, für Asphaltierungsarbeiten zur Instandhaltung nach Straßenaufbrüchen und Setzungen 210 000 Euro und für allgemeine Straßenunterhaltsmaßnahmen eine Summe von 30 000 Euro. Für unvorhersehbare Kleinarbeiten hatte die Verwaltung 25 000 Euro vorgeschlagen. Damit würden sich die Ausgaben auf 280 000 Euro summieren, und es wurden dann noch 10 000 Euro mehr. "Vorbehaltlich der geplanten Mittelbereitstellung im Haushalt", wie der Bürgermeister betonte.

Neuer Schwerpunkt

Im Vergleich zu 2014 liegt damit der Schwerpunkt weniger auf den Wirtschaftswegen, sondern mehr auf der Asphaltierung, erläuterte Bauhofleiter Johann Reiml. Stadtrat Martin Scharf (Freie Wähler) erschien der vorgesehene Betrag in einem Punkt aber als zu gering: Materiallieferungen für nicht ausgebaute Wirtschaftswege sollten mit 5000 Euro zu Buche schlagen. Für diesen Posten, der dann von Landwirten in Eigenregie verbaut wird, forderte er, noch 5000 Euro draufzulegen.

Noch weiter wollte Anton Scherr (CSU) gehen. "Wir haben sehr umfangreiche nicht ausgebaute Wirtschaftswege", schickte er voraus, "wenn die Landwirte bereits sind, da Material einzubauen, dann sind 5000 Euro viel zu wenig". Seiner Meinung nach müsse man die Summe auf 15 000 Euro erhöhen. Stellvertretende Bürgermeisterin Margit Reichl (CSU) stand diesem Vorschlag eher skeptisch gegenüber: "Es geht hier um freiwillige Leistungen der Stadt. Ich warne davor, hier jedes Jahr 10 000 bis 15 000 Euro mehr einzustellen." "Aber für den Tourismus ist es gut, wenn die Wege mit minimalem Kostenaufwand hergerichtet werden, da ist allen geholfen", führte Scharf ein weiteres Argument ins Feld. "15 000 Euro ohne Wenn und Aber", passte er sich der von Scherr ins Spiel gebrachten Summe an.

Mit einer Mehrheit von 6:4 Stimmen billigte der Bauausschuss die 15 000 Euro anstelle der 5000 Euro für die Materiallieferungen. Einstimmig war das Votum dann in Bezug auf das komplette Programm beim Straßenunterhalt für 2015.
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