Kunst-Comeback des Sängers

Als Überraschung trug Evi Schmid als Minnesängerin das Lied von Peter Unverdorben vor. Die Schulleiterinnen Diana Schmidberger und Irene Träxler, die Kunstverein-Vertreter Peter Wunder und Beate Seifert (von links) sowie die Kunsterzieher der Real- und Mittelschule freuten sich über die gelungenen Schülerarbeiten. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
25.10.2015
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Peter Unverdorben, der Namensgeber des Kunstvereins, zog ins Kunstquartier ein. Schüler der Gregor-von-Scherr-Realschule und der Mittelschule haben dem mittelalterlichen Minnesänger Gestalt und Gesicht gegeben - in vielerlei Farben und Facetten.

Viele Kunstinteressierte hatten sich zur Eröffnung der Ausstellung der Schülerarbeiten versammelt. Kunstverein-Vorsitzende Beate Seifert begrüßte die beiden Schulleiterinnen, Diana Schmidberger und Irene Träxler, die Kunsterzieher beider Schulen sowie die Schüler mit ihren Eltern.

In ihrer Rede stellte Seifert das Mittelalter und die Minnesänger in den Mittelpunkt. Als klassische Romeo-und-Julia-Situation beschrieb sie das Werben des Sängers um seine Liebste. Peter Unverdorben galt als idealer Ritter, tapfer und wohlerzogen sowie als einer der besten Minnesänger seiner Zeit. "Ein schöner Mann, der für die Künste lebte, für die Musik und das gesungene Wort", stellte sie heraus. Er besang die Schönheit und Tugend seiner Herrin und erntete den geballten Zorn seines Fürsten.

Diese geheimnisumwitterte Gestalt, die im Turm "Schiltenhilm" in Neunburg eingesperrt gewesen sein soll, wurde dank der Kreativität und Fantasie der Schüler zum Leben erweckt. Auf die Entstehungsgeschichte ihrer Kunstwerke blickten Schülerinnen der Realschule und der Mittelschule. Sie stellten die verschiedenen Techniken vor und begründeten die jeweilige Farbwahl. Ob als Comic in modernem Gewand, als Silhouette, dreidimensional, als Bleistiftzeichnung oder farbige Einlinienzeichnung, mit Kreide auf schwarzem Untergrund, als Legofigur oder Scherenschnitt, das Motiv Peter Unverdorben wurde in allen möglichen Facetten dargestellt und lud bei Sekt und Häppchen zum Betrachten ein.

Evi Schmid sorgte als Minnesängerin für Überraschung, als sie das Lied von Peter Unverdorben vorsang. "Wer sieht, dass Jugendliche solche Kunstwerke schaffen können, braucht keine Angst vor der Zukunft haben ", kommentierte Peter Wunder die Leistung der Schüler. Da eine Prämierung der Arbeiten nicht möglich sei, da alle herausragend seien, gab er jeder Schule 200 Euro für den Kunstunterricht. Die Künstler Renate Ullmann, Andrasz Olah, Renata Heimerl und Tanja Lennert hätten sich zu einigen Unterrichtsstunden mit den Jugendlichen bereiterklärt. Zudem bestehe im Sommer das Angebot, Künstlern aus Tschechien, die an öffentlichen Plätzen in der Stadt malen, über die Schulter zu schauen.

Öffnungszeiten

Die Unverdorben-Ausstellung im Kunstquartier, Im Berg 7, ist am Sonntag, 8. November, von 14 bis 16 Uhr nochmals für das interessierte Publikum geöffnet.
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