Lösung per Oberflächenablauf

Bei einem Ortstermin am Eixendorfer Stausee erklärte Stadtrat und See-Anlieger Walter Drexler (rechts) den Bauausschussmitgliedern, dass er einen Oberflächenablauf für die beste Möglichkeit hält, um das jährliche Algenaufkommen einzudämmen. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
25.09.2015
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Die Algen-Problematik am Eixendorfer Stausee beschäftigte am Donnerstag den Bauausschuss. Bei künftigen Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt wird die Stadt für einen Oberflächenablauf als Lösungsansatz plädieren.

Am Donnerstag war der perfekte Zeitpunkt, um noch einmal auf die Algenblüte im See aufmerksam zu machen. Stadtrat und Ausschussmitglied Walter Drexler hatte das Gremium vor der Sitzung zu einem Ortstermin gebeten. Durch den extrem trockenen Sommer liegt der Wasserstand des Sees momentan knapp drei Meter unter dem Normalpegel. Am Ufer sind die grünen Algenbeläge gut sichtbar, im Wasser selbst treiben große Algenteppiche in Richtung Staumauer.

Bei Behörden vertreten

Walter Drexler, der als Anlieger eng mit der Problematik verbunden ist und sich hier schon immer für eine Lösung starkmacht, favorisierte erneut einen Oberflächenablauf, um das leidige Thema zu beheben. Das werde bei den Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt so vertreten, stimmte Bürgermeister Martin Birner zu. Gehofft wird, dass das kommende Gutachten zur See-Restaurierung die Wirksamkeit des veränderten Ablaufs bestätigt.

Ein weiterer Ortstermin führte zum ehemaligen Krankenhaus. Hier sollen im Zuge des Straßenbaus in der Ringseisstraße (NT berichtete) zusätzliche Parkplätze für das Pflegeheim "Refugium" entstehen. Das Grundstück dafür würde der Landkreis unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Räte waren der Meinung, dass sich der Landkreis auch an den Herstellungskosten von 30 000 bis 35 000 Euro für die sechs Stellplätze beteiligen sollte, da er Betreiber des Pflegeheims sei. Bis die Kostenaufteilung geklärt ist, stellte der Ausschuss diesen Punkt zurück.

Bei der Sitzung im Rathaus erhielten alle Bauanträge einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Die Wohnanlage in der Neukirchener Straße, Bauabschnitt I und II, kann gebaut werden. Vor einer Woche wurde im Stadtrat der Bebauungsplan beschlossen, die eingereichten Unterlagen entsprachen den Vorgaben. Im Innenbereich von Wenigrötz darf Monika Kalb den Schweinestall zur Ferkelaufzucht für einen zusätzlichen Schweinemaststall mit Verladezone und Büro umbauen. Genehmigt wurde auch die Nutzungsänderung der Holzlege, die Erweiterung der Werkstatt und der Neubau eines Ausstellungspavillons durch Michael Nißl im Industriegebiet Neunburg.

Dorfweiher abdichten

Nach dem Ausbau der Ortsstraße Meißenberg lässt sich der Dorfweiher nicht mehr in der erforderlichen Höhe aufstauen. Der Wasserstand des Weihers entspricht nun genau der Höhe der Straßensickerleitung. Bauamt-Mitarbeiter Karl Hartinger stellte Maßnahmen zur Abdichtung vor. Der Ausschuss entschied sich für eine teilweise Abdichtung nur an der Weiherböschung entlang der Straße auf einer Breite von vier Metern. Dafür entstehen Kosten von 26 500 Euro. Auf Anregung von Walter Drexler wird der Wasserstand noch ein Jahr lang beobachtet, da nach der extrem Trockenheit keine genauen Aussagen über den Zulauf getroffen werden können. Die Meißenberger haben sich gegen eine Auffüllung des Weihers ausgesprochen.

Einer Erweiterung seines Milchviehlaufstalles in Meißenberg durch Martin Schneeberger steht ebenfalls nichts im Wege. Alexander Lottner beantragte in Katzdorf den Umbau und die Erweiterung des bestehenden Lagergebäudes mit Nutzungsänderung in ein Wohngebäude und erhielt die Genehmigung dafür. In Kemnath bei Fuhrn darf Josef Wendl einen Milchviehlaufstall mit zwei Güllegruben im Außenbereich bauen. Der Stall wird 59 mal 29 Meter groß.
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