Manchmal unsichtbar

Nach den anschaulichen Erklärungen von Hans Bauer und Polizeioberkommissar Hans Keilhammer ist sogar den Abc-Schützen klar, warum in der Nähe von Fahrzeugen besondere Vorsicht geboten ist. Bild: kei
Lokales
Neunburg vorm Wald
08.11.2014
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Ein besonders tückischer Verkehrsteilnehmer ist der Tote Winkel. Er verschluckt sogar ganze Schulklassen. Die Abc-Schützen sind vor ihm auf der Hut.

Seit über zehn Jahren erklären Polizeioberkommissar Hans Keilhammer und Busunternehmer Hans Bauer mittlerweile den Schulkindern, wo Gefahren lauern. Jetzt ist auch den Abc-Schützen der Grundschule der Tote Winkel ein Begriff. Die drei ersten Klassen (rund 70 Kinder) aus den Grundschul-Standorten in der Ledererstraße und Katzdorfer Straße haben gleich von den Experten erfahren, warum der Busfahrer trotz Spiegel nicht alles sieht, was um sein Fahrzeug herum passiert. Der Tote Winkel ist daran schuld, ein Bereich, der trotz Hilfsmittel nicht eingesehen werden kann. Um sich das einzuprägen, durfte jedes Kind in einem richtigen Schulbus selber mal am Fahrersitz Platz nehmen.

So positionierte sich ein Kind nach dem anderen hinter dem Lenkrad. Ein Blick in den rechten Außenspiegel, "keiner zu sehen", verlauteten Kinderstimmen. Tatsächlich aber war die gesamte Klasse im Toten Winkel verborgen. Ein wenig später ließ Keilhammer die Buben und Mädchen hervortreten - und alle tauchten sichtbar im Seitenspiegel auf.

"Wenn ihr als Fußgänger oder später als Radfahrer unterwegs seid und in die Spiegel der Fahrzeuge schaut, dann könnt ihr den Fahrer sehen. Wenn ihr den Fahrer sehen könnt, dann kann er euch auch sehen," schärfte der Polizeibeamte den Kleinen ein. Nach dem praktischen Test kann sich jetzt so mancher Schüler besser vorstellen, warum er - anders als im Unterricht - im Verkehr manchmal unsichtbar ist.
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