Max Röthlein absolviert Soziales Jahr bei FC-Handballern - Neue Möglichkeiten in der ...
Glücksfall: Trainingsbetrieb in Vollzeit

Max Röthlein (Mitte) absolviert bei den FC-Handballer ein Freiwilliges Soziales Jahr. Abteilungsleiter Fritz Weig (rechts) und Jugendleiter Georg Wittmann begrüßten den 19-jährigen Abiturienten. Bild: nfc
Lokales
Neunburg vorm Wald
21.10.2014
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Bei ihrer Nachwuchsarbeit kann die Handballabteilung des 1. FC Neunburg eine große Schippe nachlegen. Mit dem 19-jährigen Max Röthlein, der in der Oberpfalz sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, verfügt der Verein nun über eine engagierte Vollzeitkraft für den Trainingsbetrieb.

Seit 25. August hat der aus Nürnberg stammende Röthlein seine Zelte in Neunburg aufgeschlagen. Während seiner Zeit in der Oberpfalz lebt er im Stadtteil Mußhof bei der Handballer-Familie Duscher. Der Mittelfranke fühlt sich willkommen: "Alle sind total nett und offen zu mir", verrät er im Pressegespräch. In seinen ersten Wochen habe er einen positiven Eindruck von seinem Einsatzort gewonnen, "bisher bin ich von jedem gut aufgenommen worden".

Über die Homepage der Bayerischen Sportjugend (BSJ) war der junge Mann, der beim MTV Stadeln das handballerische Einmaleins lernte, auf die FSJ-Stelle in Neunburg aufmerksam geworden. "Nach dem Abitur hab' ich nicht so recht gewusst, was ich machen will", räumt der 19-Jährige ein. Nach seiner erfolgreichen Bewerbung für das Soziale Jahr, wurde er in einem mehrtägigen Einführungsseminar der BSJ auf seine künftige Tätigkeit vorbereitet.

In die Rolle seines "Arbeitgebers" ist die FC-Handballabteilung geschlüpft. Eine 38,5-Stunden-Woche bekommt Max für seinen Dienst vorgeschrieben - und die Arbeitszeit ist gut gefüllt: An der Mittelschule begleitet er als Betreuer an vier Tagen den Sportunterricht und leitet beispielsweise das Aufwärmtraining am Stundenbeginn. Und als das Hobby des neuen "Kollegen" durchsickerte, rückte die schnelle und packende Sportart im Lehrplan umgehend nach vorne. "Ein Lehrer hat gleich gesagt: Dann machen wir jetzt Handball", berichtet er.

Auch für die Ganztagsschüler an der Mittelschule steht Handball im Stundenplan: Bei den Projekt-Nachmittagen an jedem Donnerstag betreut Max bis zu 16 Jugendliche eigenverantwortlich, und auch hier werden die Bälle durch die Halle geworfen. Durch ihn bereichern die Neunburger Handballer nicht nur den Sportunterricht, die Abteilung hofft auch, so neuen Nachwuchs gewinnen zu können.

Schon jetzt wertet Abteilungsleiter Fritz Weig die Verpflichtung des 19-Jährigen als "absoluten Glücksgriff". Bei den Übungseinheiten und Spielen der verschiedenen Teams steht Max Röthlein als Betreuer zur Seite, zusätzlich hat er - nachdem Not am Mann war - die weibliche C-Jugend als Trainer übernommen. Eine erste Bewährungsprobe wird die Organisation der Neuauflage des Grundschulturniers sein, zusätzlich spielt Max noch in der Herrenmannschaft mit.

Bei den Handballern soll der junge Mann nach und nach in sämtliche Bereiche der Vereinsarbeit eingeführt werden. So hat er bereits einen festen Platz in den Vorstandssitzungen, bei denen er sich nicht scheut, seine Ideen einzubringen. Die Abteilungsleitung sieht den Einsatz den 19-Jährigen als absolute Bereicherung für die Trainings- und Nachwuchsarbeit: "Es ist, als ob der Max schon immer bei uns wäre", bringt es Fritz Weig zum Ausdruck.
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