Mit Eleganz Dämonen besiegt

Anmutig und mit schwebender Leichtigkeit tanzten die Schwäne über die Bühne.
Lokales
Neunburg vorm Wald
02.01.2015
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Farbenfrohe Kostüme, erstklassiges Ballett, ausdrucksstarke Choreographie - mit diesen Trümpfen verzauberten die Tänzer des Klassischen Russischen Balletts aus Moskau das Publikum beim Märchen "Schwanensee".

Der weltbekannte Ballettklassiker "Schwanensee" stand am frühen Silvesterabend auf dem Programm der Schwarzachtalhalle. Gemeinsam mit dem "Nussknacker", der 2015 in Neunburg dargeboten wird, gilt "Schwanensee" als das berühmteste Märchen der Ballettgeschichte und eignet sich hervorragend, an den Feiertagen um Weihnachten aufgeführt zu werden.

In der Zauberwelt

Die Zuschauer erlebten in Neunburg eine Inszenierung mit der Eleganz und Schönheit des Klassischen Russischen Balletts unter der Leitung von Hassan Usmanov. Bereits beim ersten Akt, als Prinz Siegfried im Schlosspark seinen 21. Geburtstag feiert und die Königsmutter ihn erinnert, dass er beim Hofball eine Braut auswählen soll, tauchten die Zuschauer mit der fantastischen Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky in eine Zauberwelt ein. Das Publikum ließ sich schnell von den begnadeten Akteuren mit ihren kraftvollen, ausgefeilten, raffinierten und tänzerischen Fähigkeiten auf hohem Niveau begeistern. Mit schwebender Leichtigkeit trat das Schwanenmädchen Odette auf, das dem Prinzen am Ufer des Schwanensees begegnet.

Der schöne Schwan erzählt dem Prinzen, dass er vom Zauberer Rotbart in dieses Tier verwandelt worden ist und dass in ihm eigentlich eine Prinzessin steckt. Siegfrieds Liebe und Verzauberung fanden in den perfektionistischen Tänzen der Schwäne ihren Ausdruck.

Galante Schritte der feinen Gesellschaft, akrobatische Sprünge des Clowns und ein märchenhaftes Bühnenbild verkündeten den Festball im Schloss. Siegfrieds Gedanken aber sind nur bei Odette, als "Baron Rotbart" mit Odile, Odettes verführerischem negativen Ebenbild, angemeldet wird. Der Prinz, der seine geliebte Odette zu erkennen glaubt, hält um ihre Hand an.

Sieg über das Böse

Am Ende gibt es dann doch ein Happy End und das Gute hat über das Böse gesiegt. Die prägende Rolle des Stücks, die Doppelrolle der Odette/Odile, forderte der Hauptdarstellerin neben den tänzerischen Anforderungen auch schauspielerische Fähigkeiten ab. Einerseits musste sie einen guten Charakter verkörpern, zum anderen einen dämonischen.

Auch die Choreographie stellte höchste Ansprüche an die Tänzerin, weswegen dies auch eine der anspruchsvollsten und anstrengendsten Rollen des klassischen Balletts ist. Am Ende honorierte das Publikum die Glanzleistung dieses Ensembles mit Beifallsstürmen und Bravo-Rufen.
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