Mit "Männer 5.0" persiflieren "Da Bertl und i" die Sorgen beim Älterwerden
Das Publikum lacht Tränen

Herbert Bachmeier (links) und Stefan Wählt, alias "Da Bertl und i", begeisterten das Neunburger Publikum mit überzogen dargestellten Alltagssituationen und selbst geschriebenen Songs. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
06.02.2015
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Die Sorgen und Wehwehchen des vermeintlich starken Geschlechts mit zunehmendem Alter standen im Mittelpunkt des Programms "Männer 5.0", das "Da Bertl und i" in der Schwarzachtalhalle präsentierten.

Die 200 Gäste erhielten amüsante, originelle und scharfzüngige Einblicke in die Welt jener Männer, die ihre Jugend längst hinter sich gelassen haben. "Woran merkt man, dass man alt wird?", lautete die Kernfrage zu Beginn. Wenn dir ein Platz im Bus angeboten wird, wenn du zwei Torten brauchst für alle Geburtstagskerzen und wenn deine Frisur nur noch aus einer Randbepflanzung besteht, war die Antwort.

Die beiden Vollblut-Kabarettisten schwelgten in alten Erinnerungen, als ein französisches Bett für Frischverliebte groß genug war. "Heute haben wir getrennte Schlafzimmer, und vielleicht werden wir an unterschiedlichen Orten begraben", so die Entwicklung der Ehe in 30 Jahren. Am deutlichsten merke man, dass man zu den Alten gehört, wenn man beim Volksfest zum Altennachmittag eingeladen wird und wenn der Pfarrer und der Bürgermeister zum Geburtstag gratulieren. Man müsse dabei auch das "Betriebssystem" umstellen, von Energy-Drinks auf Bluthochdrucktabletten.

Die Gäste lachten Tränen, als "da Bertl und i" die Steigerungsstufen eines Rausches auf bayrisch vorstellten. Von "an sechan" über "an saubern" bis hin zu "an gewaltigen" reichte die Steigerung, wobei ein runder Geburtstag nur mit "am gewaltigen Rausch" zu ertragen sei. Dabei blieben die beiden stets charmant, sympathisch und liebenswert und rutschten nie ins Geschmacklose ab. Die Kabarettisten gönnten den Gästen kaum eine Minute ohne gezielte Pointe. Sprachlich, mimisch oder musikalisch gab es Highlights und immer etwas zu lachen, ob es um das leidige Thema Schnarchen oder um das Lieblingsthema der Männer, Autos, ging.

Mit dem Lied "Anni schalt den Fernseher ein" wurde das Fernsehprogramm auf die Schippe genommen. Im Schlusslied wurde zusammenfassend alles besungen, was "echte Männer" können. Zum "alten Eisen" gehören Herbert Bachmeier und Stefan Wählt auch mit 50 noch lange nicht - ganz im Gegenteil! Den Beweis lieferten sie auch mit zwei fetzigen Liedern als Zugabe.
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