Mix aus Tradition und Moderne

Höhepunkt des Weihnachtskonzerts war der Auftritt der Seebarner Blasmusik mit den Dirigenten Martin Greber und Josef Drexler (rechts). Bild: zth
Lokales
Neunburg vorm Wald
24.12.2014
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Ganz schön eng ging es in den Bankreihen zu, als der Musikverein Seebarn sein Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche spielte. Mit Blasmusik in vielen Facetten begeisterten die Musikanten ihr Publikum.

Zum Auftakt intonierte die Jugendblaskapelle unter der Leitung von Doris Drexler "Das junge Weihnachtskonzert". Andrea Kirchberger übernahm die Moderation und führte das Publikum gekonnt durch den Nachmittag. Mit den Titeln "Follow the star" und "You'll be in my heart" bewies die Jugendgruppe ihr weiteres Können.

Mit Leonhardi-Polka

Im Anschluss folgte der Auftritt der Klarinettengruppe unter Leitung von Heidi Strasser. Gemeinsam mit Lena Schießl, Alina Nitschke und Sonja Murhauser waren die bekannten Stücke "Mama mia" und "The rose" zu hören. Danach bot das "Seebarner Gwiach hot ana", das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, in gewohnter Manier seine Darbietungen. Speziell für den Ort Seebarn erklangen die Lieder "Af da Wacht bin i gern", als Hommage an den höchsten Punkt des Dorfes, sowie die Leonhardi-Polka als Verweis auf die seit 577 Jahren stattfindende Wallfahrt.

Während sich dann die Seebarner Blasmusik für ihren Auftritt bereit machte, sorgte Pfarrer Theo Schmucker mit einem deutsch-englischen Gedicht für einige Lacher. Danach dirigierte Martin Greber seine Musikanten zum stimmungsvollen Musikstück "Westminster Carol", das aus der englischen Hauptstadt London stammt. Dem folgte die weltweit bekannte Ballade "Hallelujah" und berührte die Zuhörer.

Eine besondere Bedeutung hatte für die Musikanten das Stück "Von Freund zu Freund". Beim 40-jährigen Jubiläum des Musikvereins hatte ihnen die befreundete Musikkapelle Krumbach am Bodensee einen Steinkrug geschenkt. Darauf war dieses Lied aufgedruckt, was die Verantwortlichen inspirierte, dieses beim Konzert zum Besten zu geben. Ein weiterer Höhepunkt war ein Medley von Herbert Grönemeyer. Seine bekannten Werke "Männer", "Mensch", "Flugzeuge im Bauch" und "Fast Mambo" kamen bei den Zuhörern hervorragend an. Nach dem vorletzten Stück "Gabriellas Sang", einer ruhigen Ballade, hatten die Musiker einen würdigen Abschluss parat, denn mit dem Musical "Tanz der Vampire" gab der Musikverein den Besuchern einen Einblick in die Welt der Blutsauger. Die Mischung aus Operette, Rockmusik und Ballade riss das Publikum förmlich mit, was mit langanhaltendem Applaus belohnt wurde.

Glühwein als "Zugabe"

Bürgermeister Martin Birner fand anerkennende Worte: "Die Stadt und ich sind stolz, Musiker wie euch zu haben." Die insgesamt 58 Musikanten hätten Tradition und moderne Musik perfekt miteinander in Einklang gebracht. Als kleine Belohnung übergab Birner an Vorsitzenden Engelbert Ettl kleine Notenschlüssel, die auch als Flaschenöffner benutzt werden können. "Die Notenschlüssel hätten wir nicht gebraucht, aber den Flaschenöffner", scherzte der Vorsitzende. Zum Schluss gab es für die Zuhörer mit "Feliz Navidad" eine Zugabe, ehe der Verein noch zum Glühwein am Dorfplatz einlud.
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