Naturpark poliert seine Schätze

Bei einer Exkursion zum Naturdenkmal Druidenstein (im Hintergrund) überzeugten sich die Mitglieder des Vereins Naturpark Oberpfälzer Wald von den verschiedenen Landschaftspflegemaßnahmen. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
19.06.2015
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"Natur im Blick" ist das Leitmotto im Verein Naturpark Oberpfälzer Wald. Bedeutende Naturdenkmäler wie der Druidenstein stehen hier ebenso im Fokus wie seltene Pflanzen und Insekten. Für ihren Schutz und Erhalt nimmt die Organisation auch heuer viel Geld in die Hand.

Eine Besichtigung der Felsformation "Druidenstein" in Kröblitz bei Neunburg leitete die Mitgliederversammlung des Naturpark-Vereins (NPV) ein. In Zusammenarbeit mit angehenden Forstwirten der Berufsschule Neunburg hatten dort im Vorjahr umfangreiche Landschaftspflegemaßnahmen stattgefunden. Gebietsbetreuer Markus Kurz erläuterte Bürgermeistern und Behördenvertretern das Projekt vor Ort. Als Landrat und Vorsitzender begrüßte es Thomas Ebeling, wenn auf diese Weise "Maßnahmen im Naturpark greifbar werden".

Bei der Versammlung in der Schlossbrauerei griff der Neunburger Bürgermeister Martin Birner dieses Pflegeprojekt auf. Auch die Stadt sei dabei mit im Boot gewesen, der Naturpark habe sich hier als zuverlässiger Partner gezeigt, die Zusammenarbeit sei Gold wert gewesen. Gefallen am Verein gefunden haben auch mehrere neue Mitglieder, die Vorsitzender Ebeling in seinem Jahresbericht namentlich erwähnte. Neben Privatpersonen gehört auch der in Ödengrub ansässige Golf- und Landclub Oberpfälzer Wald dazu. Aktuell umfasst der NPV 40 Mitglieder, die sich in 22 Gemeinden, 11 Verbände und 6 Privatleute aufspalten.

Geschäftsführer Christian Meyer ließ die Jahresbauprogramme der vergangenen beiden Jahre Revue passieren. So waren in 2013 Projekte mit einem Kostenvolumen von rund 147 000 Euro aufgelistet, der Eigenanteil für den Naturparkverein belief sich auf knapp 25 000 Euro, der Großteil wurde über Regierungszuschüsse abgedeckt. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 22 Maßnahmen vorgesehen, darunter 19 Vorhaben zur Landschaftspflege mit Kosten von knapp 157 250 Euro. 60 000 Euro waren für sogenannte Einrichtungsmaßnahmen vorgesehen, größter Batzen war hier die Erneuerung der Fußgängerbrücke in Girnitz für rund 34 000 Euro. Der Eigenanteil des Naturparkvereins belief sich insgesamt auf 29 700 Euro.

Gebietsbetreuer Kurz schlüsselte die einzelnen Vorhaben auf. So widmete sich ein floristisches Artenhilfsprogramm seltenen Pflanzen wie dem Katzenpfötchen oder der Arnika, bei einer Kartierung im Gebiet von Au- und Lindensee wurden Ameisen, Spinnen und Laufkäfer erfasst. Schwerpunkt der Landschaftspflege war der Hochfels bei Stadlern.

Nach dem Finanzbericht von Kassenwart Helmut Hempel rückte das Jahresbauprogramm für 2015 ins Blickfeld. Laut Geschäftsführer Meyer sind für Landschaftspflegemaßnahmen Kosten von 156 000 Euro, für Einrichtungsmaßnahmen knapp 70 000 Euro kalkuliert. Das Gesamtvolumen des Bauprogramms belaufe sich auf rund 226 000 Euro. Der Eigenanteil für den Naturpark bei den einzelnen Maßnahmen werde etwa 38 150 Euro betragen.

Die Versammlung genehmigte das Bauprogramm ohne Gegenstimme, zuvor hatte Markus Kurz die Vorhaben näher erläutert. Unter anderem werden bei der Landschaftspflege allein rund 47 000 Euro im Schönseer Land investiert, für die Mahd von Orchideenwiesen im Naturpark sind knapp 12 500 Euro vorgesehen. Außerdem möchte der Naturparkverein heuer seine Übersichtstafeln erneuern - 40 000 Euro soll das kosten.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.naturpark-opf-wald.de
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