Nebenrolle fürs Tribünendach

Helmut Mardanow (Vierter von rechts) bleibt an der Spitze des Festspielvereins. Bürgermeister Martin Birner (rechts) gratulierte dem Vorstandsgremium zur Wiederwahl. Bild: mp
Lokales
Neunburg vorm Wald
16.11.2015
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Im nächsten Festspielsommer gibt es noch kein Comeback des Tribünendachs. Den Durchbruch soll ein neues deutsch-tschechisches Förderprogramm bringen. Beim Theaterbetrieb will sich der Festspielverein von der fehlenden Überdachung aber so wenig wie möglich einschränken lassen.

"Es muss weitergehen", bekräftigte der wiedergewählte Vorsitzende Helmut Mardanow bei der Herbstversammlung - "unser Festspiel kann nicht allein vom Dach abhängen". Zuvor hatte Bürgermeister Martin Birner vor über 80 Mitgliedern und Mitspielern die bisher erfolglosen Mühen der Stadtverwaltung geschildert. Mittlerweile sei der Stadtrat übereingekommen, die Klage gegen die Ludwig Ortmeier GmbH nicht mehr weiterzuverfolgen. Die Passauer Firma hatte im Februar 2014 den Auftrag für eine neue Tribünenüberdachung erhalten, sah sich aber wegen einer geänderten Din-Norm, die unter anderem drei Mal so viel Fundamente als bisher vorschreibt, später nicht mehr in der Lage das Projekt zu stemmen.

Bis zu 85 Prozent Zuschuss

Ihre Hoffnung setzt die Stadt nun auf das neue Förderprogramm "Ziel ETZ 2014-2020" zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Bis zu 85 Prozent Förderung stünden dabei für kulturelle und geschichtliche Projekte im Raum, so Birner. Um an Gelder zu kommen, muss Neunburg eine tschechische Gemeinde mit ins Boot holen, die Orte Žlutice (Westböhmen) und Písek (Südböhmen) seien als mögliche Partner angeschrieben worden. Geprüft werden solle auch eine mögliche Erneuerung der kompletten Tribüne.

Für Regisseur Nikol Putz fehlt das Tribünendach eigentlich mehr als Akustiksegel denn als Wetterschutz. "Wir werden uns aber nicht davon irritieren lassen", versicherte er und signalisierte, dass das Ensemble gegen das fehlende Dach "anspielen" werde. Ziel der Probenarbeit ab dem Frühjahr werde es sein, wieder zu einer guten Premiere zu kommen. An den heuer eingeführten szenischen Neuerungen solle weiter gefeilt werden.

In seinem Bericht ließ Vorsitzender Helmut Mardanow zahlreiche Aktivitäten Revue passieren. Unter anderem habe eine Abordnung des "Hussenkrieg"-Ensembles bei der Aktion "Blumen für Pilsen" in der europäischen Kulturhauptstadt die Werbetrommel für Neunburg gerührt. Für den gelungenen Mittelaltermarkt galt der Dank den Organisatoren Karin und Franz Binder. Erfreut sei der mittlerweile erfolgte Gerüst-Abbau an der Fronfeste zur Kenntnis genommen worden - "hoffentlich kann das Festspiel im nächsten Jahr ohne beeinträchtigende Baustellen aufgeführt werden".

Einige Rollen sind frei

Einen Blick auf die Rollenbesetzung warf Spielleiter Hans-Werner Habel: Für den 34. Festspielsommer müssten die Sprechrollen des Bürgermeisters, des Stadtrats Zwick und des Ritters Warperger neu besetzt werden. Statisten würden bei Bogenschützen und Nabburgern benötigt. Einen Blick hinter die Kulissen des Spiels "Vom Hussenkrieg" können Interessenten beim Schnuppernachmittag am 21. Februar im alten Landratsamt werfen, die Probenphase beginnt mit dem ersten Ensemble-Treffen am Samstag, 9. April.

Bei den Neuwahlen ist das Führungstrio an der Vereinsspitze bestätigt worden: Vorsitzendem Helmut Mardanow stehen weiterhin Hans-Werner Habel und Horst Palmer als Stellvertreter zur Seite.
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