Netzleitstelle rüstet auf

Lokales
Neunburg vorm Wald
30.04.2015
26
0

Das Bayernwerk schafft mehr Platz für seine Netzleitstelle am Bärnhof: Einstimmig hat der Bauausschuss eine geplante Erweiterung gebilligt. Und in den nächsten Jahren wird weiter investiert.

Mehrere Bauanträge lagen den Mitgliedern des Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss am Mittwoch in öffentlicher Sitzung vor. Gleich vorweg: Alle wurden ohne Gegenstimme gebilligt. Größtes Vorhaben war die Erweiterung der Netzleitstelle Neunburg mit Garage am Bärnhof. Im Auftrag der Bayernwerke AG werden die Stadtwerke den Anbau errichten. Wie aus den Sitzungsunterlagen hervorging, reicht der bisherige Platz im Gebäude nicht mehr aus. Dies hängt mit zusätzlichen Aufgaben und Erfordernissen durch die Energiewende zusammen. Der Anbau sieht im Wesentlichen weitere Büroarbeitsplätze und einen Besprechungsraum vor.

Bürgermeister Martin Birner wertete das Projekt als "Bekenntnis der Bayernwerk AG zum Standort Neunburg". Damit verbunden sei auch eine Verlängerung des bestehenden Mietvertrages. "Mit dieser Erweiterung wird der Standort Neunburg eine weitere deutliche Aufwertung erfahren", war sich Birner sicher.

Die Neunburger Netzleitstelle überwacht flächenmäßig 5 der 7 bayerischen Regierungsbezirke und ist aktuell die größte ihrer Art in Deutschland. Der Personalstand liegt aktuell bei 50 Beschäftigten, ein Zuwachs von 8 gegenüber der Anfangsphase. Etwa 20 Mitarbeiter kommen mittlerweile direkt aus der Region, zurzeit werden Elektromeister zur Verstärkung gesucht.

Auch Technik erneuern

Laut Mitteilung der Stadtverwaltung soll die Erweiterung wohl noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der futuristisch anmutende Neubau wird eingeschossig errichtet auf einer Fläche von 19 mal 11 Metern. Damit aber noch nicht genug: Laut den Sitzungsunterlagen soll innerhalb der nächsten beiden Jahre, voraussichtlich bis Mitte 2017, auch die komplette Netzleitsystemtechnik erneuert werden. Als weitere Investition, die den Standort Neunburg stärkt, wurde die Investition des Landkreises Schwandorf in die Außenstelle der staatlichen Berufsschule gesehen. Hier ist geplant, die Maschinenhalle um eine Fläche von 13 mal 7 Metern zu erweitern.

Auch mehrere private Baugesuche gingen über den Ratstisch: Die Bauherrengemeinschaft Gabriele Deininger und Josef Singer beantragte den Anbau eines Treppenhauses und von Garagen in Fuhrn. Das bestehende Gebäude soll außerdem Dachgauben erhalten, um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen. Auf den bereits bestehenden Keller darf Martin Bauer in Penting ein Fertighaus in Holzständerbauweise weiterbauen. Ebenfalls in Penting dürfen Julia und Friedrich Hirsch ein Wohnhaus abbrechen und ein neues bauen.

"Wirtshäusl" weicht

Zuletzt beantragte Regina von Wenz die Umnutzung eines bestehenden Stallgebäudes zu Funktionsräumen und Ferienwohnungen sowie die Errichtung eines Pferdewasch- und Winterauslaufplatzes. Geplant ist in Mitteraschau (Altes Wirtshäusl, Unterwarberg) ebenfalls der Abbruch des vorhandenen Wohn-, Pensions- und Schlachthauses, um ein neues Wohnhaus zu bauen.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.