Netzwerk für Karriere daheim

Beim Rundgang durch die Ausstellung zeigten sich (von rechts) Mittelschul-Konrektor Manfred Bösl, Bürgermeister Martin Birner, Arbeitsagentur-Chef Joachim Ossmann und stellvertretender Landrat Jakob Scharf beeindruckt vom vielseitigen Angebot. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
26.02.2015
2
0

Ein kleines Jubiläum feierte der Job-Campus der Gregor-von-Scherr-Realschule. Mit dem Versuch, genügend Aussteller zu finden, hatte vor fünf Jahren die Geschichte dieser kleinen, aber feinen Messe zur Berufswahl begonnen.

Bei der Neuauflage am Mittwoch stellten die Ehrengäste und Besucher fest, dass sich das Angebot inzwischen fest etabliert hat und stetig gewachsen ist. Nahezu 40 Firmen aus der Stadt, dem Landkreis und darüber hinaus stellten ihre Ausbildungsmöglichkeiten im gesamten Schulgebäude vor.

Im Beiseine vieler Ehrengäste ehrte Rektorin Diana Schmidberger 14 Firmen und Ämter, die von Anfang an mit dabei waren. "Dies ist alles für unsere Schüler hier in der Heimat möglich", forderte sie die Jugendlichen und ihre Familien auf, sich an den Ständen zu informieren. Die möglichst gute, breitgefächerte Bildung werde von der Schule gewährleistet. Drei Schüler stellten das Zusatzangebot der Talentförderung an der Realschule vor. Noch sei dieses in der Firmenwelt zu wenig bekannt, bedauerte die Schulleiterin. Das Talentfach Werken werde nur zwei Mal in Bayern angeboten, und in Neunburg wird heuer der erste Abschlussprüfungsjahrgang darin entlassen.

Erfolgreiche Partnerschaft

Die Schulleiterin war besonders stolz darauf, ein Modell gefunden zu haben, bei dem sowohl die heimische Wirtschaft mit dem Firmenpaten FEE als auch die Partnerschule in Tschechien mit der Realschule an einem Strang ziehen. Personalleiter Udo Starck stellte die Kooperation mit FEE bei diesem Projekt vor. "Mein Kompliment an Schüler, Schule und Lehrer, was da geleistet wird", sagte Starck. Die Talentgruppe sei eine hervorragende Sache, die das Unternehmen sehr gerne unterstütze, denn hier werde die Ausbildungstradition sehr hoch gehalten.

Bei Betriebsführungen und Workshops soll das Interesse für Technik geweckt werden und ein Gefühl für die verschiedenen Berufe bei der Firma für Industrieautomation vermittelt werden. "Die Jugendlichen können bei uns die reale Berufswelt ausprobieren und erfahren, wie fühlt sich das an, einmal hier zu arbeiten", beschrieb Starck die Vorteile. Der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, Joachim Ossmann, gratulierte ebenfalls zum Jubiläum und beschrieb das Rezept für den Erfolg des Job-Campus mit "regional, direkt und familiär".

Viele Eltern waren dann mit ihren Kindern an den Ständen der Firmen mit Ausbildungsangeboten unterwegs, informierten sich und knüpften erste Kontakte. Auch stellvertretender Landrat Jakob Scharf und Bürgermeister Martin Birner waren von der Bandbreite des Angebotes begeistert und machten mit der Rektorin einen Rundgang.

Erfolg mit Handarbeit

Bei der Talentgruppe konnten die Werkstücke besichtigt werden. Es wurde mit Metall und Holz gearbeitet, und entstanden sind unter anderem ein Schubriegel oder ein Weinkasten und Kleinmöbel. Großes Lob erhielten die Lehrer Christian Bauer und Matthias Schreiner, die als Nachfolger von "Gründervater" Martin Zimmermann für eine hervorragende fünfte Auflage des Job-Campus gesorgt haben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.