Neue Wohn-Ideen für Senioren

Lokales
Neunburg vorm Wald
17.09.2015
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Betreutes Wohnen in unmittelbarer Nähe zum Marienheim: Bürgermeister Martin Birner ist überzeugt: "Neunburg braucht diese Wohnform". Vorschläge zur Umsetzung machen Studenten der Technischen Universität München.

Grundlage für die architektonischen Lösungen ist die "Dorrer-Villa" in der Rötzerstraße. Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der TU München, Markus Sowa-Deml, ein gebürtiger Neunburger, konnte mit seiner Idee zehn Studenten zum Mitmachen gewinnen. Es entstanden Bilder, Pläne, Skizzen und Modelle als Diskussionsgrundlage. Stellvertretend für die Architekturstudenten stellte Sebastian Mühlbauer im Foyer der Schwarzachtalhalle sein Konzept vor. Sein Vorschlag: Den bestehenden Baukörper erhalten und durch zwei Anbauten ergänzen.

Heim-Strukturen nutzen

Die "Villa Dorrer" sei mit der Nähe zum Marienheim besonders gut geeignet für "betreutes Wohnen", ist Markus Sowa-Deml überzeugt. Selbstständig wohnen, gleichzeitig aber die Strukturen des Seniorenwohnheimes nutzen, "das wünschen sich immer mehr ältere Menschen". Auch aus architektonischer Sicht sei das Objekt "ein absoluter Glücksfall", so Deml. Es vereine Beispiele moderner Architektur mit regionalen Einflüssen. "Für einen angehenden Architekten geradezu eine Fundgrube", schwärmte er. Die Zielsetzung lautet: Gestaltung einer ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaft für Menschen, die ihren Lebensabend weitgehend selbstbestimmt verbringen wollen. Den planerischen Bereich erläuterte Diplom-Ingenieur Stefan Resch, ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München. Die besondere Herausforderung sei es, bei diesem in einen Hang gebauten Objekt Barrierefreiheit herzustellen. An den Plänen verdeutlichte Stefan Resch, wie sich in der Dorrer-Villa Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume aufteilen ließen. Inhaber Michael Dorrer machte den Studenten ein Kompliment und versicherte: "Wenn die Stadt das will, werden wir das Projekt mittragen".

Umsetzung noch offen

Die Beauftragte der Marienheim-Stiftung, Marianne Deml, sieht in der Präsentation der Studentenentwürfe den Auftakt zur Umsetzung des Projekts. Derzeit sei aber noch alles offen.
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