"Neunburger Bilderbuch": Bürger sollen Adjektive nennen
100 Wörter, um die Stadt zu beschreiben

Lokales
Neunburg vorm Wald
07.08.2015
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Sie lieben ihre Stadt und leben mittendrin. Täglich sammeln sie liebenswerte und interessante Eindrücke von Neunburg und drücken auf den Auflöser ihrer Kameras. Aus den Fotos entsteht das "Neunburger Bilderbuch", und alle Bürger können es mitgestalten. Die Aktion "100 Wörter, 100 Bilder" ist angelaufen.

Bürgermeister Martin Birner hegte den Wunsch, eine Momentaufnahme der Stadt in Bildern erstellen zu lassen. Seine Idee war es, die Eindrücke von den Menschen sammeln zu lassen, die hier leben. Diese Anregung hat Stadtpfarrer Stefan Wagner sofort aufgegriffen und sich zusammen mit Stadtfotografin Agnes Jonas und Manuela Hellmuth an die Arbeit gemacht. "Neunburg ist zu meiner Heimat geworden, und ich stehe hinter dem Projekt", sagte Wagner.

Mit der Unterstützung weiterer Hobbyfotografen soll eine Zeitaufnahme Neunburgs, wie es jetzt gerade ist, entstehen - kein historisches Buch. Zur Vorbereitung wurde eine Mitmach-Aktion gestartet. Alle Bürger aus dem Gemeindegebiet von Neunburg vorm Wald sind eingeladen, ihre persönlichen Wörter zur Stadt zu nennen. Die 100 Adjektive, die am häufigsten genannt werden, sollen mit einem Bild dargestellt werden. "So finden wir, was die Leute im Herzen haben", war Pfarrer Wagner bei einem Pressetermin überzeugt. Die Teilnahmekarten liegen ab sofort in einigen Neunburger Geschäften auf und werden bei mehreren anstehenden Veranstaltungen verteilt. Abgabetermin ist der 22. September.

Unter allen Teilnehmern werden drei der Bücher mit dem Arbeitstitel "Neunburger Bilderbuch" verlost. Der Verkaufserlös soll der Kirchenrenovierung zugute kommen. "Die Kirche Sankt Josef ist der Mittelpunkt unserer Stadt und deshalb ein guter Spendenzweck", erklärte der Pfarrer. Alle arbeiten ehrenamtlich mit und wollen Ende November den fertigen Bildband in Händen halten. "Wir hoffen auf eine große Beteiligung", lud der Pfarrer auch den Bürgermeister ein, eine der Karten auszufüllen.

Martin Birner freute sich, dass er bei Pfarrer Wagner auf offene Ohren für sein Vorhaben gestoßen ist und versicherte, dass die Stadt mehrere dieser Bilderbücher abnehmen wird. Das Organisationsteam um Agnes Jonas lobte er für sein Engagement. "Ich lebe hier, da kann ich viel Liebe zum Detail zeigen", sagte Jonas.
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