Nikol Putz bleibt auf Regiestuhl

Seit 1997 ist Nikol Putz für die Inszenierung des Festspiels "Vom Hussenkrieg" verantwortlich. Die Stadt Neunburg hat den Vertrag mit dem Hamburger Regisseur für weitere drei Jahre - bis einschließlich 2017 - verlängert. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
19.11.2014
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Die Stadt Neunburg hat für ihr Festspiel "Vom Hussenkrieg" wichtige Weichen gestellt. Der Vertrag mit Regisseur Nikol Putz ist nochmals für drei Jahre verlängert worden.

Als "Zeichen der Geschlossenheit von Stadt und Festspielverein" bezeichnete Bürgermeister Martin Birner bei der Herbstversammlung des Vereins diese "Zugabe" für den aus Hamburg stammenden Theatermann. Am 16. Oktober haben die Stadträte für die Vertragsverlängerung bis einschließlich 2017 gestimmt, bei den vorhergehenden Verhandlungen sei laut Birner "ein gutes Ergebnis erzielt worden mit dem alle Beteiligten sehr zufrieden sein können".

Putz inszeniert den "Hussenkrieg" seit 1997, den neuen Vertrag bezeichnete der Bürgermeister als "Vertrauensbeweis" für dessen Arbeit. Er legte allen Stadträten ans Herz, sich einmal eine Probe anzusehen, um die Leidenschaft mitzuerleben, mit der sich die knapp 150 Mitwirkenden unter Putz' Leitung für ihr Stück engagieren. Auch dieser Einsatz mache den "Hussenkrieg" zu "einem Top-Festspiel von hervorragender Qualität auf höchstem Niveau". Nach wie vor sei das Stück "das absolute Aushängeschild der Pfalzgrafenstadt".

Birner dankte dem Festspielverein, der die Stadt regelmäßig bei vielen Veranstaltungen wie beispielsweise dem Nordgautag vertritt. Das Stadtoberhaupt signalisierte, dass die Aufführungen im nächsten Jahr "wieder unter gewohnten Verhältnissen" stattfinden: Die Planung für die neue Tribünen-Überdachung sei am Laufen, dabei seien einige Herausforderungen für die Statiker zu bewältigen.

Helmut Mardanow, Vorsitzender des Festspielvereins, ließ in seinem Bericht zahlreiche Aktivitäten Revue passieren. Er hoffte, dass die Zusammenarbeit mit Bürgermeister und Stadtverwaltung weiter ausgebaut werden kann. Gerade im Hinblick auf verschiedene Projekte im Burgbereich (Fronfeste, Ausbau Rahmstraße) die das Festspiel tangieren, ließen sich Probleme durch frühzeitige Information vermeiden. Mardanow reflektierte die Schirmherrschaft von Professor Dr. Heribert Prantl, der sich "als Kenner unseres Festspiels und der bayerisch-böhmischen Geschichte" erwiesen habe. Auch verfügte er über einen guten Draht nach oben, so dass die Aufführungen von Regen verschont blieben. Das Tribünendach sei nicht nur als Wetterschutz vermisst worden - die fehlende Membran habe auch die Akustik im Burghof verschlechtert.

Einen Blick auf die Finanzen des Vereins ermöglichte Kassier Bruno Spitzhirn. Er stellte besonders heraus, dass der Verein alleine in diesem Jahr über 4500 Euro aufgebracht habe, um das Festspiel und damit auch die Stadt zu unterstützen. Spielleiter Hans-Werner Habel warf einen Blick in die Rollenbesetzung. Vor allem im "Rat der Stadt" werden Bühnen-Nachrücker gesucht.

In seinem Ausblick gab Helmut Mardanow bekannt, dass im 33. Festspieljahr Regierungspräsident Axel Bartelt die Schirmherrschaft übernehmen soll. Die Arbeitsgruppe "Mittelaltermarkt" wird nun von Karin und Franz Binder geleitet. Der Vereinsausflug wird am 3. und 4. Oktober nach Konstanz führen anlässlich der Verbrennung von Jan Hus auf dem Konzil vor 600 Jahren. Die Werbetrommel für Stadt und Festspiel wird unter anderem beim Theatertag in Neusath-Perschen im Mai und bei der 1000-Jahr-Feier in Schwarzenfeld im September gerührt.
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