Noch versucht, brennende Kleidung mit Handbrause zu löschen - Polizei geht von tragischem ...
74-Jähriger verbrennt beim Einheizen des Holzofens: Tot vor Badewanne aufgefunden

Lokales
Neunburg vorm Wald
16.02.2015
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Offenbar beim Versuch, den Holzofen in der Küche seines Hauses einzuheizen, ist ein 74-jähriger Mann am Samstagmorgen auf tragische Weise ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass sich beim Anzünden seine Kleidung in Brand setzte.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei versuchte der 74-Jährige, der allein auf einem älteren landwirtschaftlichen Anwesen im Ortsteil Poggersdorf lebte, in den frühen Morgenstunden den Küchenherd anzuschüren. Dabei hat vermutlich die Kleidung des Mannes Feuer gefangen. Laut Polizei lief der Senior anschließend über den Flur in das etwa zehn Meter entfernte Bad, wo er mit einer Handbrause seine Kleidung noch löschen wollte.

Doch vor der Badewanne brach der 74-Jährige, der auf ein Sauerstoffgerät angewiesen war, zusammen und verstarb. Als Angehörige gegen 9 Uhr nach ihm sehen wollten, entdeckten sie ihn mit massivsten Brandverletzungen. Der alarmierte Rettungsdienst konnte nichts mehr für ihn tun, der Notarzt stellte den Tod des Mannes fest. Als die Angehörigen am Samstagmorgen die Leiche entdeckten, lief die Brause im Bad noch. Vor dem Ofen in der Küche stand ein angekohlter Stuhl. Sonst konnte kein größerer Brandschaden im Haus festgestellt werden. Der Holzofen in der Küche war laut Polizei nicht angebrannt.

Im Haus des Verunglückten befand sich laut Mitteilung des Oberpfälzer Polizeipräsidiums auch der Hund des Mannes. Im Stall fanden die Ermittler noch einige Tiere, die der 74-jährige offenbar noch selbst versorgt hatte. Beamte der eingeschalteten Kriminalpolizei Amberg ermittelten noch am Samstag vor Ort auf dem Anwesen. Hinweise auf ein Verschulden Dritter konnten dabei nicht festgestellt werden. Die Polizei geht deshalb von einem tragischen Unglücksfall aus.
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