Nur den Holzweg findet keiner

Lokales
Neunburg vorm Wald
10.10.2014
1
0

Selbst im digitalen Zeitalter sind topographische Karten begehrte Wegbegleiter für Wanderer und Radfahrer. Frisch vermessenes Kartenmaterial für den Landkreis und die Oberpfalz präsentierte am Donnerstag Staatssekretär Albert Füracker - und das zeitweise in fast 30 Metern Höhe.

Als Schauplatz für die Vorstellung der Amtlichen Topografischen Karten (ATK) für die Bereiche Nabburg, Neunburg, Nittenau, Freudenberg und Amberg, hatte sich das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung den Hirschberg-Aussichtsturm bei Fuhrn ausgesucht. Vor Vertretern aus Gemeinden und Politik, Tourismus-Repräsentanten und Vermessern betonte Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner, dass gedruckte Landkarten selbst im Zeitalter der Digitalisierung gefragt seien; er sprach sogar von einem neuen "Karten-Boom". Im Gegensatz zu Online-Plänen auf Handys, Tablet und Co. seien Landkarten mit allen Sinnen zu erleben: "Ich kann sie riechen, fühlen und - durch das Rascheln beim Auffalten - auch hören."

Mit vielen Details

"Das ist heute mein schönster Termin", stellte Albert Füracker, Staatssekretär im Finanz- und Heimatministerium, mit Blick auf die herbstliche Natur fest. Zwar sei ihm beim Anblick des 26,5 Meter hohen Turms etwas mulmig geworden - "doch meine Frau hat die Police der Lebensversicherung kontrolliert, ich darf hinaufsteigen", scherzte er. Er lobte die Vermesser für die detailreiche Pläne: Neben vielen Sehenswürdigkeiten seien 4400 Kilometer Wanderwege und 2050 Kilometer Radwege erfasst. Die druckfrischen Karten bilden eine Fläche von rund 2100 Quadratkilometern in den Landkreisen Schwandorf und Amberg-Sulzbach und damit knapp ein Viertel der Oberpfalz ab. Das Kartenmaterial werde demnächst im Buchhandel und auch online erhältlich sein.

Landrat Thomas Ebeling erinnerte daran, dass die Vermessungsverwaltung erst jüngst den Landkreis als Mittelpunkt der Oberpfalz in den Fokus gerückt habe - "schön, dass wir heute wieder im Blickfeld stehen". Das Vorgehen bei der Karten-Herstellung erläuterte Dr. Heinrich Gleixner, Abteilungsleiter Kartographie beim Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Für ihn war klar, dass gedrucktes Kartenmaterial deutliche Vorteile gegenüber Plänen auf elektronischen Medien genießt.

Rundblick vom Turm

Zum Abschluss führte Bürgermeister Martin Birner die Gäste auf die Plattform des Aussichtsturm. Vor dem Panorama des Oberpfälzer Waldes erläuterte Gebietsbetreuer Markus Kurz markante Landschaftspunkte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.