"Online-City" nimmt Fahrt auf

Das öffentliche Internet wurde gleich getestet: Systembetreuer Markus Wondraschek sah zu, als sich Thomas Albang (JU), Bürgermeister Martin Birner, Florian Ferstl (JU) und CSU-Stadtrat Peter Schießl (von links) das erste Mal im kostenlosen WLAN anmeldeten. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
13.07.2015
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Die Innenstadt ist näher an die Datenautobahn herangerückt. Ab sofort ist an mehreren Stellen in Neunburg ein kostenloser WLAN-Zugang möglich. Das öffentliche Internet soll auch die Aufenthaltsqualität in der Altstadt steigern.

Bereits seit der Vorwoche können sich die Nutzer beispielsweise an der Schwarzachtalhalle und sogar im Erlebnisbad ins Netz klicken. Einer der kostenlosen Hotspots steht auch im Eingangsbereich des Rathauses zur Verfügung. "Wir sind auf dem besten Weg, eine echte ,Online-City' zu werden", freute sich Bürgermeister Martin Birner am Montag bei einem Pressegespräch.

JU-Antrag umgesetzt

Den Stein dafür ins Rollen gebracht hatte die Junge Union mit einem Antrag im vergangenen November. Ende Januar dann hatte der Stadtrat mit einem einstimmigen Beschluss dem freien WLAN-Zugang den Weg geebnet. Als Vertreter der JU freuten sich die beiden Stadträte Alexander Trinkmann und Peter Schießl, Vorsitzender Florian Ferstl und Stellvertreter Thomas Albang, dass ihre Idee so schnell wahr geworden ist.

Das Projekt "Freies WLAN" war gemeinsam mit der Berliner "Hotsplots" GmbH verwirklicht worden. Ein Budget von 10 000 Euro hat die Stadt dafür heuer im Haushalt vorgesehen, die Folgekosten belaufen sich auf jährlich etwa 1200 Euro. "Das ist uns die Zukunft wert", stellte der Bürgermeister heraus. Das Berliner Unternehmen übernimmt auch die sogenannte "Störerhaftung", beispielsweise bei illegalen Downloads. Im Rathaus zeichnet Systembetreuer Markus Wondraschek für die Betreuung der Technik verantwortlich.

Martin Birner sieht im freien WLAN einen Beitrag zur Belebung und Steigerung der Attraktivität der Innenstadt - "gerade im Zeitalter der Informationsgesellschaft". Vor allem für einen Tourismusort wie Neunburg sei ein öffentliches Internet ein "Muss". Das Stadtoberhaupt hofft, dass davon auch Impulse für den Online-Handel vor Ort ausgehen.

Doch noch kann nicht überall in der Stadt nach Herzenslust gesurft werden: In der ersten Projektphase ist der kabellose Internetzugang zunächst in den Bereichen Schrannenplatz, Torweiherareal, Erlebnisbad und Stadtpark sowie im Rathaus freigeschaltet. Demnächst werden noch im Burghof und im Bereich Marienheim weitere Hotspots eröffnet.

Wer das kostenlose Internet nutzen möchte, muss vor Ort zunächst sein Smartphone oder Tablet mit dem WLAN-Netz "Hotsplots" verbinden, danach öffnet sich die Login-Seite automatisch. Eine detaillierte Beschreibung für die Anmeldung ist im Oberpfalznetz hinterlegt, dazu einfach unten stehendem Link folgen.



CSU-Stadtrat Peter Schießl jedenfalls war am Montag mit seinem Smartphone innerhalb einer knappen Minute im öffentlichen Netz registriert und konnte drauflos surfen. Auch die Verbindungsraten konnten sich sehen lassen: Fürs Herunterladen standen 8700 Kilobit pro Sekunde zur Verfügung, das Hochladen funktionierte mit einer Datenmenge von 3793 Kilobit/Sekunde.
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