Personalwechsel in der Seelsorge

Er sah sich als "Co-Pilot in der Seelsorge" und setzte Akzente in der kirchlichen Familien- und Jugendarbeit: Zum 1. September 2015 wird Diakon Uli Wabra nach 13 Jahren die Pfarrei Sankt Josef verlassen und eine neue Aufgabe in Regensburg übernehmen. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
30.03.2015
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In der Pfarrei Sankt Josef ändert sich ab Herbst das Gesicht des Pastoralteams. Diakon Uli Wabra wechselt nach Regensburg, während Pfarrvikar Pater James Philip nach Indien zurückkehrt.

Pfarrer Stefan Wagner hatte diese Personalia in den Gottesdiensten am Palmsonntag verkündet. Gegenüber dem NT erläutert er am Montag, dass Diakon Uli Wabra zum 1. September in die Bezirkshauptstadt in die neue Pfarreiengemeinschaft aus der Gemeinde Sankt Emmeram und der Dompfarrei Sankt Ulrich wechseln wird. "Diese Aufgabe wird nicht ohne sein", ergänzt Pfarrer Wagner.

Ebenfalls im August/September wird sich Pfarrvikar Pater James Philip nach drei Jahren aus der katholischen Gemeinde verabschieden und in seine indische Heimat zurückkehren. "Er bekommt eine neue Aufgabe innerhalb seines Ordens zugewiesen", weiß Wagner. Pater James gehört der Gemeinschaft der Vinzentiner-Kongregation an. Als der Pfarrvikar am 10. September 2012 seinen Dienst in Neunburg angetreten hatte, rechnete er damit, etwa drei Jahre hier zu bleiben. Nachdem diese Zeitspanne nun ablaufe, "war der Wechsel also absehbar", so Pfarrer Wagner. Ohnehin sei es James Philips Wunsch gewesen, wieder in sein Heimatland zurückzukehren.

Wabra: "Ganz normal"

"Von Priestern und Diakonen wird erwartet, dass sie im Abstand von 10 bis 15 Jahren ein Versetzungsgesuch einreichen, und bei Gelegenheit auch wechseln", informiert Diakon Wabra die NT-Redaktion über die Hintergründe. Sein Weggang sei daher "ganz normal", ähnlich habe es auch der frühere Neunburger Pfarrer Karl-Dieter Schmidt gemacht.

Auf sein Gesuch hin habe ihm die Diözese die Diakon-Stelle der künftigen "City-Pfarrei" in Regensburg angeboten - "da habe ich schon erst mal schlucken müssen", bekennt Wabra. Nachdem er mit Ehefrau Veronika und den Kindern Wolfgang und Maria erst jüngst nach Oberviechtach umgezogen war, wurde der mögliche Wechsel zunächst eingehend in der Familie durchgesprochen. Uli Wabra wird sich nun ein Zimmer in Regensburg nehmen, die Familie in Oberviechtach wohnen bleiben.

"Nach 13 Jahren in Neunburg ist mir die Zusage aber nicht leicht gefallen", gibt Uli Wabra zu, in dieser Zeit hätten sich sehr viele gute Kontakte entwickelt. Am 3. September 2002 hatte er als "Co-Pilot der Pfarrei" seine Arbeit hier aufgenommen, einen Tag später seine erste Messe in Neunburg mitgefeiert. Er habe aber stets gesagt, dass er nicht immer hier werde bleiben können. Mit 52 Jahren sehe er sich "in einem Alter, wo ich noch wechseln kann - mit 60 nimmt mich keiner mehr".

Gläubige informiert

Nachdem die Pfarrei Sankt Josef in der Vorwoche durch das Bistum informiert wurde, dass die Personalentscheidung am Palmsonntag in den Regensburger Gemeinden bekannt gegeben wird, erfuhren auch die Neunburger vom Weggang des beliebten Diakon. Welche Aufgaben Uli Wabra künftig in Regensburg stemmen muss, weiß er bislang noch nicht. Am 20. April wird er zum ersten Mal mit Stadtdekan Roman Gerl zusammentreffen.

Die Nachfolge für beide Posten ist bisher noch nicht geregelt. Nach Aussage von Pfarrer Stefan Wagner habe das Personalreferat der Diözese aber zugesichert, dass die Pfarrvikar-Stelle wieder besetzt wird. Und auch für den Diakon soll ein neuer pastoraler Mitarbeiter - entweder ein Gemeinde- oder ein Pastoralreferent - eingesetzt werden. Dies bestätigte auf NT-Anfrage auch Veit Neumann, Mitarbeiter in der Medienabteilung des Bistums Regensburg. Konkrete Namen für die Neubesetzung könnten bisher aber noch nicht genannt werden, so Neumann.
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