Pferdewallfahrt nach Sankt Leonhard mit über 100 Tieren - "Leonhardizeltln" sollen vor Seuchen ...
Wallfahrt mit Sattel und Zaumzeug

Bürgermeister Birner zeigt sich sattelfest (mp) Zum Leonhardi-Ritt im Ortsteil Seebarn stieg am Sonntag zum ersten Mal auch Bürgermeister Martin Birner (rechts) in den Sattel. Beobachtern zufolge gab das Stadtoberhaupt hoch zu Ross eine gute Figurab. Über 100 Pferde erhielten bei der jährlichen Leonhardi-Wallfahrt den Segen. (Seite 30) Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
11.11.2014
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Insgesamt 108 Pferde, geritten oder vor Kutschen gespannt, trabten am Sonntag zum Leonhardiritt nach Seebarn. Pfarrer Theo Schmucker segnete Ross und Reiter.

Gegen 10 Uhr erreichte der stattliche Zug die kleine Kirche Sankt Leonhard bei Seebarn. Dort hieß Bürgermeister Martin Birner hoch zu Ross die Teilnehmer willkommen und dankte für die Aufrechterhaltung der alten Tradition. Auf einem Pferd vom Kollerhof beteiligte sich das Stadtoberhaupt heuer zum ersten Mal als Reiter am Leonhardiritt. Sein Dank galt dem Heimatverein Seebarn, der erneut die Organisation der Wallfahrt übernommen hatte.

Im Vorfeld waren wieder die begehrten Leonhardizelt'n gebacken worden, die das Vieh vor Krankheiten und Seuchen schützen sollen. Für viele Landwirte ist der Leonharditag im November ein fester Termin, bei dem das Gebäck besorgt, Messen bezahlt und der Segen des Heiligen erbeten wird. Das herrliche Bild der herausgeputzten Pferde und Gespanne begeisterte am Sonntag auch MdB Karl Holmeier und Landrat Thomas Ebeling. Angeführt wurde die Prozession von der Seebarner Blaskapelle, die mit großem Aufgebot den Takt vorgab und den Gottesdienst mit Pfarrer Theo Schmucker begleitete.

Der Geistliche erinnerte an den Einsiedler Leonhard, dessen Leben in der Einsamkeit zum Segen für die Gefangenen geworden ist. Heute stehen unter seinem Schutz auch die Pferde und das Vieh und er bietet Beistand bei Prüfungen aller Art. "Leonhard sagt uns, dass wir uns für die Menschen einsetzen sollen, denen es an Vielem mangelt", erklärte Schmucker. Er dachte dabei an die Flüchtlinge, die nach Neunburg kommen werden. Nach dem Gottesdienst zogen Ross und Reiter an dem Geistlichen vorbei, der sie mit Weihwasser besprengte und die Ehrengäste hefteten den Teilnehmern die Erinnerungsplaketten an die Halfter.
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