Phantom treibt sein Unwesen

Das Phantom (Robert Putzinger), verliebt in Christine Daaé (Esther Puzak), fördert deren Gesang und macht sie zum großen Star.
Lokales
Neunburg vorm Wald
18.02.2015
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Mit Orchester, Chor, Ballett und internationalen Solisten faszinierte das Musical "Das Phantom der Oper" die Gäste. Damit hat die Schwarzachtalhalle eine Premiere erlebt, da zum ersten Mal nicht nur Ausschnitte, sondern ein ganzes Werk aufgeführt wurde.

Paris um 1900. In den unterirdischen Gewölben der riesigen Pariser Oper treibt ein Phantom sein Unwesen, das vor Erpressungen und Verbrechen nicht zurückschreckt. Die Direktoren der Oper stehen vor unlösbaren Rätseln. So begann der Musical-Thriller "Das Phantom der Oper" in der Schwarzachtalhalle.

Große Spannung

Basierend auf der Romanvorlage von Gaston Leroux wurde mit der Musik von Arndt Gerber und den Texten von Paul Wilhelm die schaurig-schöne Geschichte der jungen Opernsängerin Christine Daaé und des Scheusals mit der Maske dargestellt. Christine hat als Einzige die Zuneigung des Phantoms. Mit seiner Hilfe soll sie Karriere machen, auch gegen den Widerstand der regierenden Primadonna Carlotta, die ihren Aufstieg verhindern will. Spannung war in dem Musical groß geschrieben.

Während einer Vorstellung in der Pariser Oper mit Carlotta als Star stürzt der Kronleuchter von der Decke, es entsteht ein Chaos und Christine wird vom Phantom in die Tiefe entführt. Als sie ihm die Maske herunterreißt, empfindet sie Mitleid für das grauenhaft entstellte Gesicht. Die Polizei versucht, die Vorgänge im Opernhaus aufzuklären, doch ohne Erfolg. Das Phantom fordert von Christine ein, von ihr geliebt zu werden. Diese liebt jedoch Graf Raoul de Chagny, der das Phantom erschießt. "Das Phantom gibt es nicht mehr.

Perfekte Stimme

"Der Engel der Musik ist tot", lautete die Schlussaussage. Mit perfekter Stimme sang sich die junge Opernsängerin Esther Puzak als Christine in die Herzen der Zuschauer. In Berlin geboren, absolvierte sie ihr Gesangsstudium an der Universität der Künste Berlin. Sie sang die Solopartie in "Carmina Burana" und die Adele in "Die Fledermaus". Sehr gefühlvoll stellte Robert Putzinger das Phantom dar. Durch viele Einsätze im Sprechtheater hat er sich das Verständnis für die ambivalente Rolle des Phantoms erarbeitet.

Das Tournee-Theater sorgte mit viel Liebe zum Detail und einem gelungenen Einsatz von Kulissen für ein opulentes Bühnenbild, das man sonst nur in festen Häusern bewundern kann. Damit konnten die jeweilige Stimmung sowie die verschiedenen Locations des Opernhauses in den sechzehn Szenen authentisch erzeugt werden. Brillant auch das mit fünfzehn Musikern besetzte Orchester unter der Leitung des Ungarn Lajos Taligas, das mit gekonnter Live-Musik für den musikalischen Rahmen sorgte.

Er gründete 1988 das Franz List-Symphonie Orchester Budapest mit 120 Mitgliedern und Erfolgen in ganz Europa. Das ganze Ensemble bestach durch Professionalität und bescherte in guter Teamarbeit den Gästen einen bemerkenswerten Theaterabend.
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