Potenzial darf nicht brachliegen

Die verschiedenen Ideen und Vorschläge wurden auf Pinnwänden zusammengetragen. Bettina Barnet (rechts) vom Büro "Urbanwerk" in Landsberg moderiert und koordiniert die Debatte über die Stadtentwicklung. Bild: rid
Lokales
Neunburg vorm Wald
04.12.2014
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Zwar kann Neunburg mit vielen Punkten auf der Habenseite aufwarten, doch noch fehlt es an einem wirkungsvollen Stadtmarketing. Beim Bürger-Workshop wurden zahlreiche Ideen zusammengetragen.

Wie kann sich Neunburg von vergleichbaren Städten abheben, mit welchen Alleinstellungsmerkmalen vermag sie zu punkten, und wie lässt sich die Innenstadt beleben? Mit diesen Fragen befasste sich ein weiterer Workshop, an dem sich am Mittwochabend im Gasthof Sporrer etwa 20 Bürger beteiligten. Moderatorin Bettina Barnet vom Planungsbüro "Urbanwerk" in Landsberg am Lech fasste am Ende die Ergebnisse zusammen und kam zu der Erkenntnis: "Neunburg hat ein großes Potenzial, kompetente Leute, ein Kleinstadtflair, eine Kulturszene und eine hohe Wirtschaftskraft".

Auf Ergebnissen aufbauen

Was der Kommune fehle, sei ein Koordinator, der, so die Kommunikationsberaterin, die Kräfte bündle und für den Informationsaustausch sorge. Mit dieser Botschaft aus dem Workshop will Bettina Barnet in Kürze Bürgermeister Martin Birner aufsuchen und ihm die Schaffung einer solchen Schlüsselposition vorschlagen. Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl wertete das Interesse an den Arbeitssitzungen als Beweis, dass sich nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Bevölkerung der Herausforderung stelle, die Stadt voranzubringen. Sie blickte zurück auf den ersten Workshop am 20. Oktober mit dem provokanten Titel "Altstadt geschlossen", der positive Ergebnisse gebracht habe, auf die es jetzt aufzubauen gelte.

Die Teilnehmer waren sich bei ihrem Gedankenaustausch einig: "Wir brauchen ein Marketing für die gesamte Stadt". Die Belebung der Altstadt sei nur ein Teil davon. Zentrum sowie die Wohn- und Gewerbegebiete müssten eine Einheit bilden. Die Workshop-Teilnehmer empfanden die Innenstadt attraktiver als ihr Ruf. Eine gute Gastronomie und das Flair der Hauptstraße seien Punkte, mit denen Neunburg im Vergleich zu ähnlichen Städten in der Region punkten könne.

Perspektiven für Zukunft

Alleinstellungsmerkmal, das war das Stichwort des Abends. Wie lassen sich die vorhandenen Potenziale so bündeln, dass sich die Pfalzgrafenstadt von anderen Kommunen im Landkreis abhebt? Kultur, Wirtschaft, Tourismus - in diesen Bereichen stehe die Stadt sehr gut da und habe Zukunftsperspektiven, waren sich die Diskussionsteilnehmer ein. Positiv nahmen die Bürger die Herausgabe eines städtischen Newsletters zur Kenntnis. Dies war eine der Forderungen am Informationsabend am 20. Oktober. Jetzt legte das Rathaus eine Broschüre auf und informiert darin über die Bauvorhaben in nächster Zeit. Ein Informationsaustausch auf dieser Ebene diene der Transparenz und begegne einer Bürgerverdrossenheit, waren sich die Teilnehmer einig. Sie halten auch die Schaffung einer Koordinationsstelle zur Bündelung der Ideen und Initiativen für dringend erforderlich. Ob auf ehren- oder hauptamtlicher Basis, das müsse mit Blick auf den Anforderungskatalog entschieden werden, so die allgemeine Meinung der Teilnehmer.
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