Premiere für Ganztagsschule

Lokales
Neunburg vorm Wald
11.09.2015
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Mit 638 Buben und Mädchen startet die Gregor-von-Scherr-Realschule ins neue Unterrichtsjahr. In 25 Klassen werden die Jugendlichen ab Dienstag die Schulbank drücken. Zum ersten Mal wird eine ganztägige Betreuung angeboten.

"Wir sind gut belegt, alle Räume sind bevölkert", verdeutlicht Rektorin Diana Schmidberger im Gespräch mit dem NT. Im Schnitt würden pro Klasse rund 26 Schüler unterrichtet, "für Realschulen ist das eine erfreulich niedrige Zahl", erklärt sie. Erneut stark aufgestellt ist im Schuljahr 2015/2016 die fünfte Jahrgangsstufe: Insgesamt 110 Buben und Mädchen kommen neu an die Schule, für sie werden vier Klassen gebildet.

Für 850 Unterrichtsstunden pro Woche stehen der Schule insgesamt 51 Lehrkräfte zur Verfügung. Neu im Kollegium sind Julia Matejka, Christian Haberl, Andreas Illing, Verena Winderl, Christian Hahn und Anja Kiefl. Als Referendare kommen Nathalie Weißmann, Sarah Wittmann, Barbara Neuber und Ines Jobst nach Neunburg. Zurück aus der Elternzeit ist Alexandra Gerhardt.

Auch eine Premiere gibt es: Erstmals wird eine Offene Ganztagsschule an der Scherr-Realschule eingerichtet. "Sie steht allen Jahrgangsstufen offen", erklärt die Schulleiterin. Die Schüler können nachmittags ihre Hausaufgaben erledigen, für die Freizeitgestaltung stehen unter anderem das Klassenzimmer im Freien und die weitläufige Sportanlage zur Verfügung. Zwei Betreuungskräfte kümmern sich dabei jeweils um maximal 20 Schüler. "Bei Interesse können wir noch einzelne Kinder aufnehmen", so Schmidberger. Für das Mittagessen hat sich der Landkreis als Sachaufwandsträger in der Mensa der Mittelschule eingemietet.

Talentgruppe bewährt

In allen vier Wahlpflichtfächergruppen wird an der Gregor-von-Scherr-Realschule unterrichtet. Bewährt hat sich die Talentgruppe Werken - "dieses Angebot soll in jedem Fall beibehalten werden" bekräftigt die Rektorin. In den Mathematik-Stunden der 5., 6., 7. und 8. Klassen rückt bereits die Abschlussprüfung im Jahr 2017/18 in den Fokus - "dann müssen mehrere Aufgaben aus dem Kopf - ohne Taschenrechner - gelöst werden". Umgezogen vom Keller in den zweiten Stock ist die Schülerbibliothek - "die neuen Räume sind schön hell und schülergerecht möbliert", erzählt Diana Schmidberger.

Tutoren in den Bussen

Am ersten Schultag werden die Fünftklässler zu den Klängen der Bläserklasse in der Turnhalle begrüßt, im Anschluss erhalten die Eltern allgemeine Infos zum Schulleben. Um 12 Uhr treffen sich die Neuen mit ihren Eltern im Pausenhof. Unterrichtsende für alle Klassen ist am Dienstag um 12.15 Uhr. Die Busbeförderung funktioniert an den ersten Tagen auch ohne Fahrausweis, diese werden im Laufe der Woche ausgeteilt. In den Bussen kümmern sich ältere Schüler als "Tutoren" um Sauberkeit und Disziplin, sie sind auch Ansprechpartner für die Jüngeren.

Rektorin Diana Schmidberger ist es ein besonderes Anliegen, bei Schülern und Eltern für einen verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen Netzwerken zu appellieren. Denn immer häufiger müssen sich die Lehrkräfte mit dem Thema "Internet-Mobbing" auseinandersetzen. Bezüglich der Nutzung von Mobiltelefonen verweist die Schulleiterin auf das von der Staatsregierung ausgesprochene Handy-Verbot an Schulen: "Das Handy kann mitgebracht werden, muss aber ausgeschaltet sein."
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