Prickelnd wie Champagner

Lokales
Neunburg vorm Wald
20.10.2014
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Pariser Esprit, ungarisches Kolorit und der "Walzer aller Walzer" treffen beim Neujahrskonzert in der Schwarzachtalhalle aufeinander. Unter den hochkarätigen Solisten ist am 3. Januar auch einer, der nicht durch Stimme, sondern mit seinem Instrument besticht.

Die Smetana Philharmoniker Prag nehmen es zum Start der zweiten Auflage des Neujahrskonzerts mit Jacques Offenbach auf. Aus der Operette "Die schöne Helena" spielen die Musiker die Ouvertüre und begleiten die Solistinnen Denise Neubarthová und Leigh Hamilton bei der Arie "On me nomme Hélène" sowie der Barcarole aus "Hoffmanns Erzählungen". Diese und weitere "Hochkaräter" priesen die Organisatoren bei einem Pressegespräch an.

Heiße Lippen

Mit "Meine Lippen küssen zu heiß" von Franz Lehár nähert sich das Konzert dem Motto des Abends: "Schöne Nacht, du Liebesnacht". Von Léo Delibes gibt es das Blumenduett aus "Lakmé" zu hören, und auch die "Gräfin Marizia" aus dem Werk von Emmerich Kálmán hat ihren Auftritt auf der Bühne in der Schwarzachtalhalle. "Heja, heja in den Bergen" heißt es später, wenn die Arie aus der Operette "Die Csardasfürstin" durch den Raum schallt.

Als großartigen Virtuosen kündigte beim Pressegespräch Chefdirigent Hans Richter den Trompeter Matthias Eckert an, der seinen großen Einsatz beim Trompetenkonzert in C-Dur von Tomaso Albinoni und bei Giuseppe Torellis "Sonata in D für Trompete und Streicher" hat. "Ein Mann der keine Fehler oder Kiekser kennt", schwärmt Richter.

Doch auch Sopranistin Leigh Hamilton und und Mezzosopranistin Denisa Neubarthová haben eine internationale Karriere mit beeindruckendem Lebenslauf vorzuweisen. "Es gehört schon unternehmerischer Mut zu diesem Angebot", meint Chefdirigent Richter. "Deshalb sind wir extrem dankbar, wenn das Publikum mitzieht." Schließlich sei so eine Halle mit 700 Leuten nicht leicht zu füllen. Richter lobte in diesen Zusammenhang aber auch das Konzept der Stadt, das auf Qualität setzt. Dass sich dieses Konzept auch langfristig durchsetzen wird, davon ist Neunburgs Altbürgermeister Wolfgang Bayerl überzeugt. Er übernimmt die Moderation.

Klassik etablieren

"Ich kann mir keinen besseren Start ins neue Jahr wünschen", bekennt der städtische Beauftragte für Musik und Kunst, Karl Stumpfi, der das Konzert als "wichtiges und wertvolles Element im gesamten Gefüge des regionalen Veranstaltungskalenders" sieht. "Demgemäß sollten alle Musikliebhaber aus Stadt und Land aktiv dazu beitragen, es in den Folgejahren fest zu etablieren", meint Stumpfi. Er freut sich besonders auf den Pariser Esprit von Offenbach, das ungarische Kolorit Lehárs und den "Walzer aller Walzer": "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß. An dieser Stelle des Konzerts angelangt, können die Zuhörer, die zuvor bereits das Couplet des Orlofsky aus "Die Fledermaus" gehört haben, nur noch auf eine Zugabe hoffen.

"Wir werden hier in Neunburg von musikalischen Hochgenüssen verwöhnt", stellt Bürgermeister Martin Birner fest und verweist auf Chefdirigent Richter, der dabei die Fäden zieht. Das meint auch der Kulturbeauftragte, der in dieser "wie Champagner prickelnden Musik" die Handschrift Richters erkennt. "Seine Neujahrskonzerte vereinen gleichermaßen schöne Stimmen und virtuose Instrumentalkunst mit prächtigem Orchesterklang", schwärmt er, "ein Hörerlebnis erster Güte".

Noch sind die besten Plätze für das Konzert am Samstag, 3. Januar um 20 Uhr in der Schwarzachtalhalle verfügbar, Tickets gibt es in der Buchhandlung am Tor oder im Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 50; je nach Kategorie kosten die Karten (ohne Ermäßigung) 25 bis 35 Euro.
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