Reiche Beute bei Einbrüchen

Die Polizeioberkommissare Robert Brandstätter, Tobias Mattes (Leiter der Polizeiinspektion) und Hans Keilhammer (von links) sind zufrieden mit der Aufklärungsquote in Neunburg. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
10.04.2015
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"Alles im grünen Bereich", lautete das Ergebnis der Kriminalstatistik 2014 bei der Neunburger Polizei für 2014. Ein paar außergewöhnliche Vergehen waren aber doch dabei, vor allem bei den Einbrüchen.

Mit Zahlen und Fakten belegten drei Polizeibeamte am Dienstag das Verkehrsunfallgeschehen und die Kriminalstatistik für die Verwaltungsgemeinschaft, die Stadt Neunburg und Bödenwöhr. Zum Sicherheitsgespräch hatten der Leiter der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald, Tobias Mattes und seine Kollegen, die Polizeioberkommissare Hans Keilhammer und Robert Brandstätter, eingeladen.

Im Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft (VG) informierten sie die Bürgermeister Hans Graßl (Dieterskirchen), Markus Dauch (Neukirchen-Balbini) und Walter Schauer (Thanstein). Als stellvertretende Bürgermeister waren Margit Reichl (Neunburg), Alfred Wolfsteiner (Schwarzhofen) und Albert Krieger (Bodenwöhr) dabei.

Hohe Aufklärungsquote

Graßl dankte als VG-Vorsitzender für das stets offene Gespräch und die Arbeit der Polizeibeamten in der Inspektion Neunburg. "Hier ist das Leben wirklich sicher, in dieser Region wohnt man gerne", meinte Polizeioberkommissar (POK) Mattes zur Aufklärungsquote seiner Dienststelle. Diese stieg gegenüber 67,5 Prozent im Jahr 2013 auf 73,8 Prozent in 2014 an und lag damit deutlich über dem Wert des Landkreises Schwandorf (67,3 Prozent) und der Oberpfalz (64,8 Prozent).

"Im Bereich der PI Neunburg konnte mit einem Rückgang der registrierten Straftaten erneut ein relativ niedriges Niveau erreicht werden", erklärte Mattes anhand von Grafiken. In Zahlen bedeutet das 31 Vergehen weniger (378) als 2013 (409) (Details zu Häufigkeit und Vorfällen in den einzelnen Orten siehe Infokasten).

Von den schweren Fällen berichtete Polizeioberkommissar Robert Brandstätter. Nach fünf Monaten konnte die Einbruchserie eines Trios durch den gesamten Landkreis Schwandorf und den angrenzenden Landkreis Cham gestoppt werden. Die Täter waren für 47 Einbrüche, vorwiegend in Vereinsheime, verantwortlich.

Während die Beute mit einem Wert von über 13 000 Euro vergleichsweise gering ausfiel, belief sich der Sachschaden aber auf über 33 000 Euro. Die Einbrecher wurden auf frischer Tat von Kollegen der Polizei Oberviechtach festgenommen. Die Kripo Amberg ermittelt jetzt gegen drei Betäubungsmittelkonsumenten aus dem Landkreis Schwandorf, die so ihren Drogenbedarf finanziert hatten.

Eindeutige Spuren

Reiche Beute machten die Täter bei zwei Einbrüchen in Neunburg. In einem Optikergeschäft entwendeten sie etwa 500 Brillen für 60 000 Euro und in einem Sägeblattwerk Ware im Wert von 160 000 Euro. Es dürften Profis gewesen sein, gegen die noch immer ermittelt wird, erklärte Brandstätter. Zwei Jugendliche mit Ortskenntnissen legten dagegen ein Geständnis ab: Sie waren in sechs Kellerabteile im Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Neunburg eingebrochen. Hier erwies sich laut Polizei die Spurenlage als eindeutig.
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