Rotkreuz-Bereitschaft bleibt auf vielen Kosten sitzen - "Nur der Helfergedanke lässt solche ...
Ständiger Spagat für die Finanzierung

Lokales
Neunburg vorm Wald
09.01.2015
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Beim Gedanken an die Finanzierung der beiden Dienste "Helfer vor Ort" und "Unterstützungsgruppe-Rettungsdienst" kommt BRK-Leiter Maximilian Lang ins Grübeln. "Jahr für Jahr kennst du deine Ausgaben, weißt aber nicht, wie du über die Runden kommen soll".

So ist der Helfer vor Ort ein reines Spendenprojekt, lediglich der BRK-Kreisverband gibt pro Einsatz freiwillig drei Euro dazu. "Dies reicht gerade, um die Hälfte der Treibstoffkosten zu tragen", so Lang, übrig bleiben Kosten für Versicherung, Reparaturen, Wartung und Reifen.

Das gleiche gilt für die Unterstützungsgruppe: Hier gibt es einen kleinen Pauschalbetrag über die Sozialversicherungsträger. Damit seien dann alle Kosten für die Abnutzung beim Einsatz des vereinseigenen Rettungswagens abgegolten. Die eigentlichen Unterhaltskosten wie Versicherung, Treibstoff, Reifen, Reparaturen oder den Neukauf eines Fahrzeugs schultert die Bereitschaft selbst oder mit Hilfe von Sponsoren. "Was bleibt da noch für das eigentliche Vereinsleben?", fragt sich der BRK-Leiter.

Würde das Ganze nur aus rein wirtschaftlicher Sicht betrachtet, müssten beide Dienste eigentlich sofort eingestellt werden. "Nur der Helfergedanke, den jeder von uns zu 100 Prozent hat, lässt solche Dienste überleben." Dazu leisteten nicht nur die Mitglieder, sondern auch alle Sponsoren einen Beitrag.

Für 2015 wünscht sich Maximilian Lang den Kauf eines handlichen Kohlenmonoxid-Messgerätes. Bei Bränden brauche es ein diagnostisches Hilfsmittel vor Ort, um frühzeitig - nicht nur bei Brandleidern, sondern auch bei den Feuerwehrkameraden - eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid feststellen zu können. Dazu braucht die Bereitschaft auch wieder die Hilfe von Sponsoren.
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