Ruhepole am Löschfahrzeug

Kreisbrandrat Robert Heinfling, Kreisbrandmeister Ferdinand Duscher (von rechts) und die Ausbilder gratulierten den 22 neuen Maschinisten. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
08.10.2014
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Egal ob Brand oder Unfall: Im Einsatz müssen Feuerwehrleute schnell reagieren. Trotz Stress und Zeitdruck gilt es, sich den örtlichen Gegebenheiten flexibel anzupassen. Neben guten Kenntnissen und Erfahrung spielen dabei auch Fortbildungsmaßnahmen eine Rolle.

Um den Aktiven einen guten Ausbildungsstand zu vermitteln, hatte Kreisbrandmeister (KBM) Ferdinand Duscher und sein Ausbilderteam Wolfgang Käsbauer, Michael Bellmer, Martin Pösl, Matthias Bauer und Anton Hermann für den KBI-Bereich Pohl einen Lehrgang für Maschinisten für Löschfahrzeuge organisiert. In den Räumen der Feuerwehr Neunburg arbeiteten sich insgesamt 22 Teilnehmer zwei Wochen lang durch jede Menge Theorie und praktische Übungen. Mit der schriftlichen Abschlussprüfung musste das Erlernte nochmals unter Beweis gestellt werden.

Zum Lernstoff gehörten unter anderem Unfallverhütungsvorschriften, Motorenkunde, Dienstvorschriften und auch Straßenverkehrsrecht. Bei letzterem bekamen die Aktiven Unterstützung vom Nabburger Kameraden Anton Hermann. Viermal die Woche mussten die Lehrgangsteilnehmer 36 Stunden am Abend Theorie pauken und praktische Übungen absolvieren. Samstags ging es fast den ganzen Tag ins Gelände, um auch schwierige Abläufe zu erlernen.

So wurden am offenen Gewässer die Löschwasserentnahme und der Saugbetrieb geübt, drei Pumpen zur Wasserförderung über lange Schlauchstrecken eingesetzt. Von den Verantwortlichen eingebaute Fehler erschwerten die Übung zusätzlich. Die Suche nach dem jeweiligen Malheur bescherte den Teilnehmern zusätzliches Wissen. "Im Ernstfall können solche Fehler jederzeit auftreten und dann heißt es, Ruhe bewahren und sich konzentriert auf die Fehlersuche machen", verdeutlichte KBM Duscher.

Die gute Arbeit der Verantwortlichen machte sich schließlich bezahlt, sämtliche Teilnehmer legten die Prüfung mit Erfolg ab. Kreisbrandrat Robert Heinfling lobte die Lehrgangsteilnehmer und empfahl ihnen für die Zukunft, ihr erlerntes Wissen regelmäßig zu wiederholen und weiter auszubauen. "Fragt, wenn ihr was wissen wollt", betonte er. Von Situationen, in denen nicht alles nach Plan laufe, sollten sich die Teilnehmer nicht entmutigen lassen. Defekte Pumpen und Geräte könnten ersetzt werden, aber ein freiwilliger aktiver Feuerwehrmann sei unbezahlbar.
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