"Schneckerl" schafft Parkplatz

Grafik: NT/AZ
Lokales
Neunburg vorm Wald
16.10.2015
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Für mehr Parkraum an der Schwarzachtalhalle lässt der Stadtrat 25 Stellflächen beim nahe gelegenen Forstamt errichten. Ihren Spitznamen haben sie schon jetzt weg: Wegen seiner Form hatte Stadtrat Johann Eckl den Parkplatz spontan "Schneckerl" getauft. Und dieser Titel blieb hängen.

Die Darstellung im Bauentwurf von Ingenieur Alfred Weiß hatte den FWG-Stadtrat offenbar an ein Schneckenhaus erinnert. In der Diskussion um das Bauvorhaben nannte er den etwas gekrümmt angelegten Parkplatz samt kreisförmiger Wendemöglichkeit "Schneckerl". Und dieser Scherzname verankerte sich im übrigen Gremium: Das "Schneckerl" oder die hochdeutsche Form "Schnecke" kroch im weiteren Verlauf durch fast alle weiteren Redebeiträge.

Parken im Grünen

Zuvor hatte Bürgermeister Martin Birner daran erinnert, dass die Fläche westlich des Forstamtes bereits 2013 für diesen Zweck gekauft worden war. Ihm war wichtig, darauf hinzuweisen, dass bei der Planung darauf geachtet worden sei, die Stellplätze naturverträglich anzulegen. Birner sprach in der Sitzung von einem "Parkplatz im Grünen", die Baum- und Strauchstruktur solle erhalten werden. Es solle jedoch kein Dauerplatz werden, sondern sei vorwiegend für Beschäftigte von Halle, Edeka-Markt und benachbarten Betrieben gedacht, sowie als Stellfläche bei besonderen Anlässen.

Ingenieur Alfred Weiß stellte seinen Bauentwurf vor, der ursprünglich 28 Parkplätze vorgesehen hatte. Bei einem Erschließungsweg von sechs Metern Breite sei der Begegnungsverkehrs zweier Pkw problemlos möglich. Der Wendekreis mit einem vorgesehenen Radius von sechs Metern sei für das Umkehren ausreichend. Die Breite der Parkplätze werde zwischen 2,25 und 2,50 Metern variieren. Fahrgasse und Stellplätze sollen mit einer wassergebundenen Decke versehen werden.

SPD-Sprecherin Margot Weber sprach sich für eine attraktivere Gestaltung der Parkplätze mit Stellflächen mit bis zu 2,70 Metern Breite aus. Ihr Fraktionskollege Erich Schmid lehnte das Vorhaben ab, das Grundstück sei "zu wertvoll". CSU-Stadtrat Richard Wagner sah den Bedarf für zusätzlichen Parkplatz vor allem bei Großveranstaltungen gegeben, befürchtete allerdings, dass die "Schnecke" fürs Wenden zu eng sein könnte. Klaus Zeiser (ebenfalls CSU) argumentierte, dass sich diese Parkplätze relativ günstig verwirklichen ließen. In der Sitzung war von Baukosten um die 100 000 Euro die Rede.

Für breitere Parkplätze

Martin Scharf (Freie Wähler) bezweifelte den Bedarf, er selbst habe bei Veranstaltungen in der Halle bisher kein Problem gehabt, einen Parkplatz zu finden. Er brach eine Lanze für breite Stellflächen, "lieber werden es dafür ein paar weniger". FW-Stadtrat Walter Drexler sah dagegen keine Notwendigkeit für das Projekt, während Herbert Wartha (SPD) das Areal des Pilspubs "Monaco" als Alternative ins Spiel brachte.

Das Gremium verständigte sich schließlich auf Parkplatz-Breiten zwischen 2,50 Metern (im Wendekreis) und 2,60 Metern (entlang der Fahrgasse), ihre Anzahl wird damit auf 25 zurückgehen. Die Zu- und Ausfahrt wird über die Neukirchner Straße erfolgen, die Option einer Abfahrt auf die Konrad-Adenauer-Straße will die Verwaltung im Hinterkopf behalten. Mit 19:2 Stimmen ging das Vorhaben über den Ratstisch, der Bau soll im nächsten Jahr erfolgen.
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