Segen und auch Fluch

Lokales
Neunburg vorm Wald
16.02.2015
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Kein Kind ist dem Einfluss der digitalen Medien entzogen. Schon ab dem Grundschulalter spielt diese Welt in den Familien eine große Rolle. Über die Gefahren des Internets referierte Lehrer Hans Graßl an der Mittelschule vor 40 interessierten Eltern.

Stellvertretend für die Stiftung Medienpädagogik Bayern beschrieb Graßl die Thematik sehr anschaulich und praxisnah. Er klärte Eltern und Lehrkräfte auf, welch vielfältige Gefahren für die persönliche Entwicklung im weltweiten Netz lauern.

Lebensinhalt

Dabei wollte der Referent die modernen Medien und Kommunikationsmittel keineswegs verteufeln. Vielmehr könnten diese - richtig genützt - von großer Bedeutung für die geistige und soziale Entwicklung der jungen Generation sein. Graßl unterstrich, dass Facebook, WhatsApp & Co vor allem für Heranwachsende und Kinder zum unverzichtbaren, täglichen Lebensinhalt gehörten. Dennoch seien Mobbing, Abzocke und seelische Gefährdung durch Gewaltverherrlichung und Pornografie allgegenwärtig. "Nur wer diese Gefahren kennt, kann sich davor schützen", betonte der Referent. Deutliche Ernüchterung machte sich bei den anwesenden Eltern schon eingangs breit, als mit diversen Beispielen aufgezeigt wurde, dass "jeder Nutzer öffentlich und gläsern ist und das Internet auch nichts vergisst."

Zusammenspiel

Anschaulich vermittelte der Referent die aktuelle Entwicklung. Er schilderte Gefahren aber auch Chancen der sozialen Netzwerke, und verschwieg auch nicht die tragischen, nicht selten tödlichen Folgen nach Mobbing und massiver Belästigung im Netz. Dennoch könnten moderne Medien "ein Segen sein", beruhigte Hans Grassl die Zuhörer. Wichtig sei ein vertrauensvolles Zusammenspiel zwischen Eltern und Kindern.
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