Sekundenschnell und stabil

Albert Schötz, Dr. Johannes Böhm, Christof Englmeier, Martin Birner, Peter Hartl, Willi Meier, Josef Weingärtner und Martin Schorpp setzen den Spaten an für ein flottes Internet. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
04.09.2015
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Eines der dringendsten Vorhaben für die Stadt Neunburg ist der Breitbandausbau. Bürgermeister Martin Birner hat dafür am Mittwoch sogar seinen Urlaub unterbrochen.

Viele Vorleistungen wurden bereits erbracht, der Weg zum Highspeed-Internet ist deshalb nicht weit. Die Fertigstellung bis März 2016 kann geschafft werden, so der Tenor beim Spatenstich für den Breitbandausbau. "Es ist ganz wichtig, dass es jetzt endlich losgeht", sagte Birner mit einem gravierten Spaten der Firma Amplus in der Hand. Die Stadt sei in Vorleistung gegangen und habe bereits viele der benötigten Rohre verlegt. Wenn sich der offizielle Baubeginn auch etwas verzögert hat, so sei das Ende im späten Frühjahr 2016 leicht zu schaffen, erklärte Christof Englmeier, Vorstandsvorsitzender der Amplus AG.

Lob für Kooperation

Breitbandpate Peter Hartl verwies auf einen Informationsabend, bei dem Fragen gestellt und diskutiert werden können (siehe Infokasten). Zusammen mit Willi Meier (Geschäftsführer der Stadtwerke Strom GmbH), Josef Weingärtner (Stadtwerke) und Martin Schorpp von der gleichnamigen Firma aus Rettenbach leiteten sie mit dem Spatenstich in der Nähe des Freibades offiziell die Tiefbauarbeiten ein. Unterstützt wurden sie dabei von Dr. Johannes Böhm (Amplus) und Albert Schötz ((Fiber und Radio). Alle Beteiligten sprachen von einer bisher wirklich harmonischen und sehr positiven Zusammenarbeit, und Englmeier lobte die Kooperation mit der Stadt. "Es ist schön, wenn eine Kommune so weit denkt, denn Glasfaser ist die Zukunft", so der Amplus-Vorstandsvorsitzende.

Ab Anfang 2016 können die erschlossenen Neuburger Haushalte dann die ideale Bandbreite für moderne Internet-Service-Angebote wie IPTV, Cloud-Applikationen und Streaming-Dienste genießen. Gewerbetreibende können sich künftig mit festen IP-Adressen, hohen Upload-Raten und überdurchschnittlicher Netzstabilität für das neue Internetzeitalter rüsten. Insgesamt 1948 Adressen erhalten laut Amplus aus Teisnach durch die Erschließung von 27 Kabelverzweigern (KVz) mit Glasfaser Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Mit rund 21,5 Kilometer Glasfaserkabel stellt der niederbayerische Internetanbieter die schnelle Verbindung zum World Wide Web her.

Wichtig für Industrie

1173 Adressen erhalten gemäß dem Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung eine Bandbreite von mindestens 30 000 Kilobit pro Sekunde. Sechs Adressen erschließt die Amplus AG mit einer Glasfaserleitung bis ins Haus und ermöglicht damit Download-Geschwindigkeiten von 200 000 Kilobit pro Sekunde und mehr. Das sei gerade für die in Neunburg angesiedelte Industrie von größter Bedeutung, betonte Birner. Die Amplus AG setzt dabei auch in Neunburg auf Tiefbau.

Das Breitbandunternehmen nutzt bereits vorhandene oder im Bau befindliche Leerrohre der Stadtwerke. "Bayerische Kommunen haben in den letzten Jahrzehnten viel Geld investiert, um oberirdische Kabeltrassen in die Erde zu verbannen", führte Englmeier hier an. "Es wäre ein Unding jetzt unsere schöne Landschaft wieder mit Überlandleitungen zu verschandeln." Als Kosten für den Breitbandausbau in Neunburg wurden rund 1,045 Millionen Euro errechnet. Es wird eine Förderung mit 90 Prozent erwartet.
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