So viele Schüler wie lange nicht

Oberstudiendirektor Günter Dirnberger (rechts) begrüßte die neuen Lehrkräfte Michael Ruhland, Michael Vetter, Thomas Eibl und Johannes Schneider (von links) an der Berufsschule. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
30.09.2015
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Die "grünen Berufe" sind gefragt: Mit der höchsten Schülerzahl seit über 20 Jahren ist die Berufsschule ins neue Unterrichtsjahr gestartet. Über 450 junge Leute sind es, die sich zu Land- und Forstwirten ausbilden lassen oder einen technischen Beruf anstreben.

Wie aus einer Pressemitteilung der Schulleitung hervorgeht, wird als Grund für den Schülerzuwachs die Attraktivität der grünen Ausbildungsberufe vermutet, die inzwischen mit viel Technik verbundenen sind. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Zahl der Auszubildenden - entgegen dem Trend in vielen Lehrberufen - sogar um rund 30 Prozent erhöht.

Insgesamt werden an der Neunburger Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf 456 junge Leute in den Ausbildungsberufen Landwirt, Forstwirt und Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik in 21 Klassen unterrichtet - die höchste Schülerzahl seit über 20 Jahren. Angesichts dieser Entwicklung sind auch die 80 Heimplätze des kreiseigenen Schülerheims voll belegt.

Die Stütze der Schule bilden die angehenden 200 Forstwirte, die aus ganz Bayern nach Neunburg kommen und in neun Klassen unterrichtet werden. Mit 40 Anmeldungen im Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft (BGJ) ist Neunburg ein starker BGJ-Standort in der landwirtschaftlichen Ausbildung der Oberpfalz. In der Fachstufe gibt es drei Landwirtsklassen mit insgesamt 58 Auszubildenden. Auch die Zahl der Auszubildenden im Beruf Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik liegt erneut auf hohem Niveau: Mit 158 Auszubildenden aus der gesamten Oberpfalz sind sie die zweitgrößte Gruppe an der Schule, die damit aktuell zu 100 Prozent ausgelastet ist.

Um den gestiegenen Schülerzahlen Rechnung zu tragen, bemüht sich die Schulleitung intensiv um neue Lehrkräfte, die in diesen spezialisierten Berufsfeldern dünn gesät sind. Besonders froh sind die Verantwortlichen, dass nun - zusammen mit dem Fachinstitut für die Fachlehrerausbildung in Ansbach - der Fachlehreranwärter Johannes Schneider, der aus Untergrafenried bei Waldmünchen stammt, in Neunburg ausgebildet werden darf. Er wird das Kollegium bereits heuer an zwei Schultagen verstärken. Auch Fachlehrer Thomas Eibl aus Teublitz, der bisher in Mindelheim unterrichtete, ist nun heimatnah nach Neunburg versetzt worden.

Insgesamt unterrichten an der Schule 11 Stammlehrkräfte und 14 nebenberufliche Lehrkräfte sowie Kollegen von anderen Schulorten des Beruflichen Schulzentrums. Zu den Nebenberuflern gehören seit diesem Schuljahr der Kfz- und Landmaschinenmechanikermeister Michael Ruhland aus Rötz sowie Michael Vetter aus Nefling, Bachelor of Science (Agrarwissenschaft).

Wegen des angewachsenen Maschinenparks freuen sich Lehrkräfte und Schüler, dass der Landkreis Schwandorf als Sachaufwandsträger innerhalb kürzester Zeit den Anbau an die bestehenden Landmaschinenhallen in die Wege geleitet hat. 150.000 Euro investiert der Landkreis damit in den Berufsschulstandort.
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