Sofort in die Herzen gespielt

Mit anspruchsvoller Musik verwöhnten Christoph Callies (Violine), Lion Hinnrichs (Klavier) und Samuel Selle (Violoncello) das Publikum beim Konzert der "Freunde der Kunst" im Schlosssaal. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
09.03.2015
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Ein frühlingshaftes Musik-Erlebnis bereiteten die Oberviechtacher "Freunde der Kunst" im Schlosssaal. Das Hamburger Trio Adorno überzeugte das Publikum mit einer nicht alltäglichen Instrumenten-Kombination.

Mit anspruchsvollen Werken zogen die drei Musiker die Zuhörer in ihren Bann. Das 2003 zum Wettbewerb "Jugend musiziert" gegründete Ensemble hat sich in der Kammermusikszene schnell einen vielversprechenden Namen gemacht, führte Monika Krauß, Vorsitzende der "Freunde der Kunst", aus. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie bisher von Wien über Siena bis nach Warschau.

Erfolgreich und sympathisch

Mit dem Trio B-Dur KV 502 von Wolfgang Amadeus Mozart spielten sich die Drei durch ihr sensibles, stilsicheres Auftreten sofort in die Herzen des Publikums. Obwohl die Musiker noch jung an Jahren sind, konnten sie schon viele internationale Erfolge für sich verbuchen. Vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem beim Hamburger Kammermusik Wettbewerb, beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb, beim Deutschen Musikwettbewerb und bei der Osaka Chamber Music Competition, sind Christoph Callies (Violine), Samuel Selle (Violoncello) und Lion Hinnrichs (Klavier) sympathisch und bescheiden geblieben.

Hundert Jahre liegen zwischen Mozart und dem Hauptvertreter des Impressionismus, Maurice Ravel, mit dessen Klaviertrio a-Moll es im Konzert weiter ging. Da Rhythmik und Harmonien bei Ravel wesentlich andersgeartet sind, wurde dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm geboten. Hier zeigte das Trio Adorno, das seinen Namen auf den deutschen Musikphilosophen und großen Denker des 20. Jahrhunderts, Theodor W. Adorno bezieht, die Bandbreite seines Repertoires.

Musik mit Genuss

Nach der Pause, in der die Neunburger "Freunde der Musik" Getränke und leckere Häppchen anboten, folgte das Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49. All diejenigen, die dem Konzert mit der Kombination von Klavier, Violine und Violoncello skeptisch gegenüberstanden, wurden eines Besseren belehrt und genossen die Musik der drei begabten jungen Männer, deren Biografien schon sehr beachtlich sind. Für die herausragende Leistung erhielt das Trio verdienten Applaus.
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