Sportler sprinten ins Jubeljahr

Mit dem Schlagen der Startklappe schickt Landrat und Ehrenschirmherr Thomas Ebeling (hinten, links) die Freizeit-Athleten zum ersten Spurt über die Laufbahn. Sportabzeichen-Leiter Franz Seidl (rotes T-Shirt) feuert die Läuferinnen an. Die Neunburger Sportabzeichen-Familie ist erfolgreich in ihre Jubiläumssaison gestartet. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
03.07.2015
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Echte Sportbegeisterung verdampft auch bei größter Hitze nicht. Zum Auftakt der 50. Sportabzeichen-Saison ließen sich die Freizeit-Athleten durch 30 Grad im Schatten nicht vom Laufen, Werfen und Springen abhalten. Nicht ganz zum schweißtreibenden Termin passte das Outfit des Ehrenschirmherrn.

Ein "besonderer Anlass" war die Saisoneröffnung für Franz Seidl, den Leiter der Interessengemeinschaft Sportabzeichen. Als vor einem halben Jahrhundert der Startschuss für diese Fitness-Initiative fiel (NT berichtete ausführlich), "waren viele von denen, die heute mit dabei sind, noch gar nicht auf der Welt", stellte er fest. Unter den Ehrengästen hieß er besonders Brigitte Dippold willkommen: Die "Grand Dame des Neunburger Sportabzeichens" - mittlerweile 90 - hatte noch bis vor wenigen Jahren regelmäßig ihre Fitness unter Beweis gestellt und war die älteste Sportabzeichen-Teilnehmerin in Bayern.

Unter den zahlreichen Turnschuh- und Sportdress-Trägern stach Landrat Thomas Ebeling in seinem dunklen Anzug deutlich heraus. Dem Ehrenschirmherrn der Jubiläumssaison nötigte die Sportabzeichen-Begeisterung in Neunburg großen Respekt ab. In seiner Ansprache dankte er Organisatoren und Prüfern, es sei eine beeindruckende Leistung, die Aktion so lange am Laufen zu halten.

Erfolg und keine Blessuren

Mit einem Augenzwinkern kommentierte der Landrat die hohe Schirmherrn-Dichte: Es sei schon ein "schlauer Plan" mit drei Schirmherrn und einem Ehrenschirmherrn für hochsommerliche Temperaturen zu sorgen. Ebeling wünschte allen Sportlern, dass sie ihre Medaillen schaffen und von Verletzungen verschont bleiben. An Franz Seidl überreichte er einen "kleinen Betrag aus dem Landkreissäckel" zur Unterstützung.

Bürgermeister Martin Birner gratulierte den Sportabzeichen-Machern zum Jubiläum: "Seit 50 Jahren nehmt ihr euch Zeit für Kinder und Erwachsene und animiert sie erfolgreich dazu, Sport zu treiben." Und in der Gemeinschaft sei es einfach leichter, sich zu motivieren, stellte er den psychologischen Effekt heraus. "Kommt und macht mit, dann könnt ihr euch die eine oder andere Krankengymnastik sparen", appellierte er an die Bevölkerung. Er dankte dem Landrat sowie Rektorin Diana Schmidberger für die Nutzung der Sportanlage der Gregor-von-Scherr-Realschule.

Als Schirmherrn für die Sportabzeichen-Aktion hat Franz Seidl die Vorsitzenden des 1. FC Neunburg, des SV Seebarn und des SV Schwarzhofen gewonnen. Stellvertretend für seine Amtskollegen Hans-Werner Habel (FC Neunburg) und Rüdiger Hügel (SV Schwarzhofen) ergriff Erich Vetter (SV Seebarn) das Wort. Er betonte, dass in 50 Jahren Sportabzeichen über 7500 dieser Medaillen abgelegt wurden, allein 6500 unter der Ägide von Franz Seidl. Seinem Ehrentitel "Mister Sportabzeichen", einst verliehen vom früheren BLSV-Kreisvorsitzenden Fritz Haag, sei Seidl stets gerecht geworden. Er rief dazu auf, im Bekanntenkreis und Vereinen für die Teilnahme am Neunburger Sportabzeichen zu werben.

Einführung in Stationen

Mit der Ehrengabe des Deutschen Olympisches Sportbundes zeichnete Franz Seidl danach Hans Wagner für sein 40. Sportabzeichen aus. Für den zweiten Platz beim Sportabzeichenwettbewerb auf Kreisebene für Vereine bekam FC-Vertreter Josef Zimmermann einen Pokal ausgehändigt. Im Anschluss wiesen Franz Seidl und sein Prüferteam die Teilnehmer an den Stationen in die Anforderungen des Deutschen Sportabzeichens ein.
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