Staatssekretär Bernd Sibler von Strategie des Beruflichen Schulzentrums überzeugt - ...
Mit Kettensäge die Schulbank drücken

Lokales
Neunburg vorm Wald
17.01.2015
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Ein paar Handgriffe, und schon funktioniert sie wieder perfekt, die Kettensäge. Nach seinem Besuch in der Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums müsste auch Staatssekretär Bernd Sibler die Kette wechseln können. In erster Linie allerdings wollte der Gast aus dem Ministerium wissen, wie es um die Bildung bestellt ist.

Ein Blick auf den Parkplatz der Schule, und schon hat der Staatssekretär aus dem Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst eine Ahnung von der Struktur der Schule, an der Forstwirte, Landwirte oder Land- und Baumaschinen-Mechaniker unterrichtet werden. "Tirschenreuth, Augsburg, Aschaffenburg", zählt Sibler auf und folgert: ein großer Sprengel. "Sonst würden wir hier nicht existieren", bestätigt Außenstellenleiter Günter Dirnberger.

Dass Neunburg mit seinen 430 Schülern nur ein Teil des Beruflichen Schulzentrums Schwandorf mit insgesamt 3800 Schülern ist, verdeutlichte der stellvertretende Schulleiter Johann Bauer: "Wir sind der FC Bayern der beruflichen Bildung und gehören zu den Größten der Zunft." Dieses Angebot ständig "marktgerecht zu erweitern", skizzierte er als Ziel für die Zukunft. Im Auge hatte er dabei eine neue Ausbildungsrichtung: Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie. Dafür gebe es hier beste Rahmenbedingungen und kompetente Partner. Froh über den Schülerzuwachs durch den teilweise bayernweiten Sprengel zeigte sich Landrat Thomas Ebeling. Dass dabei auch Blockbeschulung und ein Schülerheim eine entscheidende Rolle spielen, merkte Neunburgs Bürgermeister Martin Birner an.

"Hier ist vieles richtig gemacht worden", bestätigte der Staatssekretär und nahm Bezug auf die demografische Entwicklung: Die Landkreise müssten sich auf einen starken Rückgang der Schülerzahlen einstellen. Bayern stehe aber zur landwirtschaftlichen Struktur, baue auf hochwertige Lebensmittel und setzte auf "Horte der Qualität".

Noch keinen Anlass zur Sorge gibt laut Außenstellenleiter Dirnberger die aktuelle Entwicklung der Schülerzahlen in Neunburg. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Schüler von 340 auf aktuell 433 gestiegen. Bei der pädagogischen Ausrichtung lege man Wert auf intensiven Kontakt zu den Partnern in der Ausbildung und Praxisbezug. Bei einem Rundgang durch Klassenräume und Werkstatt konnte sich Sibler selbst ein Bild von den Unterrichtsmethoden machen. "Wenn Ihnen das Spiel gefallen hat, können wir gern eine Dauerkarte anbieten", scherzte stellvertretender Schulleiter Bauer, bevor Sibler zu einer Betriebsbesichtigung bei Lorenz Bahlsen Snack-World aufbrach. (Seite 35)
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