Stadt sammelt ideen für Altstadt-Entwicklung
Für Ortskern "zusammenraufen"

Die Teilnehmer an der Informationsveranstaltung durften ihre Vorstellungen und Ideen für die künftige Altstadt-Entwicklung vorbringen. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
21.10.2014
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"Altstadt geschlossen": Unter diesem provokativen Motto hatte die Stadt eine Infoversammlung organisiert. "Genau das wollen wir aber nicht", stellte Bürgermeister Martin Birner am Montag mit Nachdruck klar.

Als Leitmotiv des Abends gab Bürgermeister Birner "Neuer Schwung für die Altstadt" aus. Viele Neunburger Geschäftsleute sowie Kunden und Eigentümer von Immobilien in der Hauptstraße waren der Einladung gefolgt und beteiligten sich im Gasthof Sporrer rege an der Themensammlung mit Moderatorin Bettina Barnet (Büro Urbanwerk).

Davor hielt der Bürgermeister einen Rückblick auf 40 Jahre Stadtsanierung. Die rund 90 Interessierten, darunter auch Stadträte und Verwaltungsleiter Peter Hartl, hörten, dass seit 1974 über 70 Einzelmaßnahmen in der Stadt vorwiegend im öffentlichen Bereich realisiert worden seien. Die Investitionssumme dafür habe über 50 Millionen Euro betragen, dafür seien rund 12 Millionen Euro an Zuwendungen geflossen. Insgesamt sei vieles erreicht worden, aber auf neue Herausforderungen und Entwicklungen müsse nun ein weiteres Handeln aller Beteiligten folgen. "Ein gut gehendes Geschäft in der Altstadt hat es verdient, dass sein Umfeld attraktiv gestaltet wird", war die Meinung des Stadtoberhauptes.

Zustand beschreiben

Am Montagabend konnten die Bürger sagen, welche Vorstellungen sie von der weiteren Entwicklung der Altstadt haben. Stadtmarketing beziehe sich auf die gesamte Stadt, wobei der Schwerpunkt momentan auf den Leerständen im Zentrum liege, erklärte Bettina Barnet. Sie forderte die Versammlung auf mit Attributen zu beschreiben "Was ist Neunburg heute?". Auf Zuruf notierte die Diplom-Kauffrau unter anderem Statements wie historisch, innovativ, familienfreundlich, unmotiviert, zerrissen und denkmalgeschützt. Wie die Stadt "morgen" da stehen soll, beschrieben die Teilnehmer mit lebendig, attraktiv, modern, freundlich, einig und offen für neue Ideen.

Nachdem die Gäste mit Punkten ihre Einschätzung der Machbarkeit, verschiedener Themenbereiche im Stadtmarketing auf einer Skala festlegten, sah die Moderatorin eine schöne Tendenz dahin, dass die Bürger ihre Stadt insgesamt sehr positiv bewerten. Die gesammelten Punkte und Themen wertet Barnet nun aus und bereitet sie für eine weitere Versammlung in vier Wochen vor. Dabei werden die Aussagen auf den eingesammelten Karten "mehr Geschäfte in der Altstadt" und "zusammenraufen und sich mit seiner Stadt identifizieren" eine Rolle spielen.

Denkmal-Auflagen lockern

Eine weitere Erkenntnis war, dass jeder viel zum Erfolg beitragen kann, wenn er in seiner Stadt einkauft, die Hauseigentümer zu renovieren anfangen und der Denkmalschutz seine Auflagen lockern würde.
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