Stadt verstärkt Friedhofsdienst

Lokales
Neunburg vorm Wald
02.10.2014
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Zwar wird die Stadt nicht die Trägerschaft über den Friedhof übernehmen, sich aber künftig verstärkt an Pflege und Erhalt der Grabstellen beteiligen. Für diesen Kompromiss mit der Katholischen Kirchenstiftung hoben sich im Stadtrat alle Hände.

Ursprünglich wollte die Kirchenstiftung die Trägerschaft und damit die Betreuung und den Unterhalt des kirchlichen Friedhofs an die Stadtverwaltung übertragen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass demnächst mit der Friedhofentwässerung ein Projekt ansteht, für das bis zu 120 000 Euro Kosten erwartet werden.

Egal ob Stadt oder Kirche - kein Betreiber werde wohl kurzfristig um eine Erhöhung der Friedhofsgebühren herum kommen, stellte Bürgermeister Martin Birner in seinem Vortrag fest. Allerdings würden die Gebühren bei einem städtischen Betrieb wohl deutlich höher ausfallen als unter Kirchen-Regie. Dies hänge mit kalkulatorischen Erfordernissen, dem Kommunalabgabengesetz und dem grundsätzlichen Gebot zur Kostendeckung zusammen.

Bei intensiven Gesprächen mit der Kirchenstiftung kam schließlich "ein guter Kompromiss" zustanden, wie es CSU-Stadtrat Klaus Zeiser formulierte. Danach will sich die Stadt mit 20 Prozent an der Friedhofsentwässerung beteiligen und zusätzlich einen pauschalen Anteil von 10 Prozent für die städtischen Gräber auf die Gesamtkosten übernehmen. Der Kirchenstiftung verbleibe damit ein Anteil von rund 86 400 Euro. Außerdem beteiligt sich die Stadt ebenfalls mit 20 Prozent an weiteren investiven Maßnahmen und übernimmt in Zukunft auch den Winterdienst auf dem Friedhof.

Mit dieser Marschroute zeigte sich das komplette Gremium einverstanden. Auf Antrag der SPD-Fraktion im Neunburger Stadtrat soll in einer der nächsten Sitzungen auch über die Errichtung eines "Friedwaldes" nach Vorbild eines Waldfriedhofs diskutiert werden.
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