Stadtpfarrer Stefan Wagner blickt beim Jahresschlussgottesdienst auf zahlreiche Probleme in der ...
"Die Welt hat Fieber, die Menschheit friert"

Stadtpfarrer Stefan Wagner zelebrierte den Jahresschlussgottesdienst zusammen mit Vikar Pater James und Diakon Uli Wabra. Bild: sns
Lokales
Neunburg vorm Wald
05.01.2015
1
0
"Unsere Welt hat Fieber, sie krankt an allen Ecken und Enden", blendete Stadtpfarrer Stefan Wagner beim Jahresschlussgottesdienst auf zahlreiche Probleme in der Welt. Der Jahresschlussgottesdienst, zelebriert mit Vikar Pater James und Diakon Uli Wabra, war sehr gut besucht.

In seiner Predigt erinnerte der Geistliche, dass 2014 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Klimagipfel in New York und Konferenz in Lima sollten die Erwärmung stoppen. Eine Lösung wurde nicht gefunden. Wer auf die Schlagzeilen des vergangenen Jahres zurückblickt, könnte das Klima-Fieber fast übersehen.

Zu groß und zu schmerzvoll waren andere Probleme. Ukraine-Krise, IS-Terror, Flüchtlingsstrom, Pediga-Demonstration, Bürgerkriege und Ebelo-Seuche stehen auf dem "Krankenblatt der Erde" ganz oben. Eine schnelle Heilung sei nicht in Sicht. Lokführerstreiks und die endlose Diskussion um die Pkw-Maut seien da nur noch kleine Kratzer.

"Unsere Welt hat Fieber, die Menschheit friert", so der Geistliche: Die Lebenserwartung steigt, die medizinischen Möglichkeiten werden immer besser, das Durchschnittseinkommen geht nach oben, die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie schon lange nicht mehr. Wir können für wenig Geld in ferne Länder reisen, das Internet öffnet uns ungeahnte Möglichkeiten.

Es geht uns so gut wie schon lange nicht mehr. Trotzdem friere die Menschheit. Eine Diagnose konnte Pfarrer Wagner nicht stellen, ein Patentrezept wusste er auch nicht. "Egal was kommen mag", ermunterte Pfarrer Stefan Wagner: "Jesus Christus ist an unserer Seite in den schönen Zeiten des Lebens wie auch in den schlimmen.

Er ist bei uns, wenn wir vor Sorge nicht mehr weiter wissen aber auch, wenn wir glücklich und zufrieden sind". Ein alter Huldigungsruf fasste das in wenigen Worten zusammen: "Christus gestern, Christus heute, Christus in Ewigkeit"!
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.