Straße für die Zukunft rüsten

Auf der bereits abgefrästen Ringseisstraße nehmen (von links) Bürgermeister Martin Birner, Rathaus-Mitarbeiter Karl Hartinger, Benedikt Raab (Firma Seebauer), Georg Keil (Nord-Ost-Gruppe) und Hans Böckl (Büro Weiß) die Planung für den Neubau in Augenschein. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
17.09.2015
21
0

Für zwei Monate ist die Ringseisstraße eine Baustelle: Vor gut einer Woche haben die Arbeiten für den Neubau begonnen. Bei Gesamtkosten von über 300.000 Euro soll auch die Parksituation verbessert werden.

Im ersten Schritt hat die Firma Seebauer (Girnitz) die Straße auf kompletter Länge abgefräst. Bei einem Pressetermin wies Bürgermeister Martin Birner darauf hin, dass dieses Projekt für heuer in der Dringlichkeitsliste für den Straßenausbau steht. Die Straße sei insgesamt in einem sehr maroden Zustand gewesen. Um das Vorhaben auf den Weg zu bringen, haben im Vorfeld Abstimmungsgespräche mit den Anwohnern und der Polizei stattgefunden.

Mehr Platz fürs Parken

Nach Auskunft von Karl Hartinger, Mitarbeiter in der Bauabteilung des Rathauses, erhält die Straße mit dem Neubau eine Breite zwischen 4,50 und 5,50 Meter, zusätzlich ist ein 1,50 Meter breiter Gehweg vorgesehen. Für die Wasserführung wird ein Graniteinzeiler mit einem Hochbordstein gebaut. Um die Parksituation im Hinblick auf das nahe gelegene Pflegeheim "Refugium" zu entschärfen, entstehen im Bereich der Ringseisstraße fünf neue Stellplätze, zwei weitere sind in der Verlängerung zur Krankenhausstraße geplant. Auf dem Weg zu "einer vernünftigen und zukunftsfähigen Infrastruktur" (Bürgermeister Martin Birner) werden gleichzeitig rund 220 Meter DSL-Leerrohre für die künftige Versorgung mit schnellem Internet verlegt, dafür sind Kosten von rund 20 000 Euro kalkuliert. Bereits im Vorfeld hatten Mitarbeiter der Stadtwerke punktuell Kanalsanierungen vorgenommen.

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe nutzt die Gelegenheit, um seine Leitungen in der Ringseisstraße zu erneuern. Dafür hat das Ingenieurbüro Weiß & Partner die Planung und Bauleitung übernommen. Laut Geschäftsführer Georg Keil wird ein über 60 Jahre alter Abschnitt der Gussleitung ausgetauscht. Eine Erneuerung der PVC-Leitungen sei dagegen nicht nötig. Insgesamt werden 130 Meter Rohre neu verlegt, die Bruttoauftragssumme beläuft sich auf 49.890 Euro.

Etwa 245.000 Euro kostet der Straßenneubau, für den die städtische Bauabteilung die Planung erarbeitet hat. Von der Summe sind rund 230.000 Euro umlagefähig. Doch nicht alle Anwohner werden nach der Straßenausbaubeitragssatzung zur Kasse gebeten: Nachdem ein Teil der Altanlieger bereits in den 50er und 60er Jahren - auf Grundlage der damals noch gültigen Bauordnung - Beiträge gezahlt hatte, wird deren Anteil über die Stadt verrechnet.

Abschluss im November

Zusammengefasst laufen für die einzelnen Abschnitte des Neubaus Kosten von rund 310.000 Euro auf. In rund zwei Monaten - Anfang oder Mitte November - sollen die Arbeiten in der Ringseisstraße beendet sein, während der Bauphase wird der Verkehr über die Ledererstraße umgeleitet. "Wenn das Wetter passt, sollte die termingemäße Fertigstellung kein Thema sein", so die Einschätzung von Ingenieur Hans Böckl (Büro Weiß & Partner).
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.