Straßenausbau mit Verspätung - Anlieger müssen zahlen
Altlast angepackt

Jahrzehntelang war der Wittelsbacherweg nur ein Provisorium, auch das Straßenschild ist schon etwas verwittert. Jetzt steht die "erstmalige Herstellung" der Ortsstraße an. Bild: Bugl
Lokales
Neunburg vorm Wald
29.07.2015
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Ein klarer Fall von Altlast ist die "erstmalige Herstellung von Ortsstraßen", Jahrzehnte nachdem dort gebaut wurde. Mit den Kosten, die nun auf die Anlieger zukommen, haderte am Donnerstag im Stadtrat auch Erich Schmid (SPD). Er wohnt im Wittelsbacherweg.

"Mein Vater hat dort 1972 sein Haus gebaut, jetzt wird die Straße in einem Monat durchgepeitscht", stöhnte Schmid und gab der Hoffnung Ausdruck, der Ausbau werde nicht allzu teuer. Wenn man beispielsweise die Mülltonnen auf die Rötzer Straße raus stelle, dann müsse der Weg ja nicht unbedingt auch fürs Müllauto tauglich sein. Einstimmig billigte das Gremium eine Auftragsvergabe für den Wittelsbacherweg an den wirtschaftlichsten Bieter. Der steht im Fall der Ringseisstraße bereits fest: Die Firma Seebauer aus Schwarzhofen erhielt den Zuschlag für die ebenfalls erstmalige Herstellung bei einer Angebotssumme von rund 246 000 Euro.

Als verkehrsberuhigende Maßnahme wird nach einer Anregung der Anlieger ein Hochbord eingeplant. Für ebenfalls erwünschte Parkplätze konnte die Stadt zwar keine Grundstücke erwerben, derzeit wird aber geprüft, ob im Bereich des ehemaligen Krankenhauses Flächen geschaffen werden können. Kostenpunkt: 20 000 bis 30 000 Euro. Außerdem habe die Firma Fersch schon vorab neun weitere Parkplätze im Grundstück hergestellt, informierte Bürgermeister Martin Birner.
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