Täglich am Wasser im Einsatz

Vorsitzender Michael Throner (rechts), der Rötzer Bürgermeister Ludwig Reger und Bezirksvorsitzender Luitpold Edenhart (erster und dritter von links) zeichneten treue Mitglieder und langjährige Fischereiaufseher aus. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
16.03.2015
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Ein erfolgreiches Jahr hat der Neunburger Fischereiverein zu den Akten gelegt. Die Mitgliederversammlung bildete die Kulisse für eine Vielzahl Ehrungen, und die Bürgermeister aus zwei Städten erklärten, warum das Engagement der Angler so wichtig ist.

Vor 114 Mitgliedern und Gästen im Gasthaus Irlbacher, lobte Bürgermeister Ludwig Reger (Rötz) die vielen Veranstaltungen des Fischereivereines, als ein "Segen für die Region". Sein Neunburger Kollege Martin Birner schätzt die Angler als verlässliche Partner bei Jugendarbeit und Ferienprogramm und dankte ihnen für das ehrenamtliche Engagement rund um den Eixendorfer Stausee.

Lob für Fischereiaufseher

"Die Jugendarbeit macht der Verein wirklich gut, er bereitet die Kinder auf die Natur und die Fische vor", lobte auch Luitpold Edenhart die Verantwortlichen. Der Vorsitzende des Oberpfälzer Fischereiverbandes nahm mit der Vereinsführung die Ehrung verdienter Fischereiaufseher durch den Verband vor. "Sie versehen das ganze Jahr über täglich ihren Dienst", lautete die Würdigung. Einen besonderen Dank erfuhr Hans-Jürgen Meller für seine Arbeit als langjähriger Vorsitzender. Sein Nachfolger Michael Throner würdigte die Treue mehrerer Mitglieder bei einer Vereinsehrung

In seinem Rechenschaftsbericht vermeldete Throner einen Anstieg bei den verkauften Anglererlaubnisscheinen, nach zuvor fünfjährigem Abwärtstrend. Bei den Erwachsenen wuchs die Zahl der Jahreserlaubnisscheine von 89 auf 96, bei den Tageserlaubnisscheinen für Gastangler waren es sogar 883 Stück mehr als im Jahr zuvor. Neben der aufwendigen Arbeit, eine Klage gegen das geplante Kraftwerk an der Stausee-Vorstufe vorzubereiten (NT berichtete mehrfach), prägten die Gewässerbewirtschaftung und die Befischungen die Vereinsarbeit. Nach bewältigter Abitur-Prüfung versprach Jugendleiter Simon Fröhler, heuer wieder zu 100 Prozent für den Nachwuchs da zu sein. Er bot einen Ruten-Baukurs an und versprach, ein Zeltlager beim Vereinsheim zu organisieren.

Dr. Thomas Ring von der Fachberatung des Bezirkes der Oberpfalz gab das Ergebnis der Befischung unterhalb der Eixendorfer Hauptsperre im Zuge des Monitoring zur Wasserrahmenrichtlinie bekannt. Es sei im Frühling und Herbst elektrisch gefischt worden, um festzustellen, welche Fischarten vertreten seien. Das Ergebnis sei leider schlecht ausgefallen, da viele "Leitfisch-Sorten" wie Nase, Barbe oder Gründling nicht mit mindestens fünf Prozent vertreten waren. "Da ist etwas faul", meinte Ring, denn die Nasen fehlten ganz, und der Flussbarsch sei mit 69 Prozent die dominante Art.

Über 1600 Karpfen

Gewässerwart Alois Decker dankte für die Hilfe bei der Auswertung der Fangbücher. Darin waren unter anderen 1623 Karpfen (im Vorjahr 1396) mit einem Gesamtgewicht von 3538 Kilogramm aufgeführt. Mit vielen Helfern sei 2014 ein Besatz in Höhe von 23 000 Euro eingebracht worden und für 2015 seien knapp 24 000 Euro dafür eingeplant.

Bei den Nachwahlen erklärte sich Werner Bauer bereit, die Aufgaben des zurückgetretenen Gerätewartes Peter Windschüttl zu übernehmen. Die Aufgaben des ausgeschiedenen Kassenleiters Klaus Gerschwitz übernehmen bis zur Neuwahl im nächsten Jahr die Vorstandsmitglieder.
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