Top-Jahrgang junger Landwirte

Lokales
Neunburg vorm Wald
06.08.2015
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Martin Mayer (19) hat die "klassische Ausbildungslinie" eingeschlagen: ein Jahr Lehrzeit in einem fremden Betrieb und ein Jahr auf dem elterlichen Hof in Schwandorf-Freihöls, den er einmal übernehmen soll. Die erste Etappe hat er gut bewältigt.

Jetzt schloss Martin Mayer die Ausbildung zum Landwirt mit einem Notenschnitt von 1,94 ab und war damit bester Absolvent aus dem Landkreis Schwandorf. Bei der Freisprechungsfeier am Dienstag in der Schwarzachtalhalle erhielten insgesamt 36 Jugendliche das Abschlusszeugnis der Berufsschule und ihre Gesellenbriefe. Mit einem Gesamtschnitt von 2,59 waren sie wesentlich besser als die Jahrgänge zuvor. Das freute vor allem den Prüfungsvorsitzenden Josef Wendl, der zu diesem "tollen Ergebnis" gratulierte und den Prüfungsbetrieben dankte. Ausbildungsberater Hermann Bolz riet den Absolventen vor dem Wechsel an die Landwirtschaftsschule zu einem Praxisjahr. Diesen Weg will auch Martin Mayer einschlagen, bevor er sich an die Meisterprüfung wagt.

Trendwende bei Ausbildung

Landwirtschaftsdirektor Georg Meyer freute sich über die "höchsten Ausbildungszahlen in der Landwirtschaft seit mehr als 15 Jahren". So haben in Bayern im vergangenen Schuljahr 755 Schüler das Berufsgrundschuljahr mit dem Berufsziel "Landwirt" besucht. In der Oberpfalz waren es 96 Kandidaten und damit ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. "Und auch für das neue Schuljahr gibt es in Neunburg so viele Anmeldungen wie schon lange nicht mehr", stellte der Vertreter des Landwirtschaftsamtes fest. Er wertete die Zahlen als Beweis dafür, "dass bei den jungen Leuten die grünen Berufe immer attraktiver werden". Dies komme der gesamten Landwirtschaft zugute, denn: "Nachwuchs bringt frischen Wind."

431 Schüler besuchten in diesem Jahr die Außenstelle Neunburg des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller: 81 Landwirte, 195 Forstwirte und 155 Land- und Baumaschinenmechatroniker. Den Rückgang bei den Landwirten in den vergangenen Jahren führte Außenstellenleiter Günter Dirnberger auf zwei Gründe zurück: abnehmende Schülerzahlen im Landkreis und die mangelnde Akzeptanz der Blockbeschulung durch die Ausbildungsbetriebe.

Beste Absolventen geehrt

Bester Absolvent war Markus Krottenthaler aus Michelsneukirchen mit einem Schnitt von 1,20, gefolgt von Florian Marxreiter aus Saal an der Donau (1,39) und Christina Fichtl aus Regensburg-Brennberg (1,54). Martin Mayer lag mit 1,94 auf Position acht. Ihre Zeugnisse erhielten auch die 33 Teilnehmer am "Bildungsprogramm Landwirtschaft" (BiLa). Bei ihnen lag der Notendurchschnitt bei 3,11.
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