Tosender Applaus für Theaterensemble der Kolpingfamilie - Stück mit Witz und Irrsinn
Eine Leiche stört im Sanatorium

Die schrillen Patienten auf Schloss Putzstein sorgten für Lachsalven beim Publikum. Bild: sns
Lokales
Neunburg vorm Wald
05.02.2015
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Mit viel Spielwitz und Gespür fürs Detail brachte das Theaterensemble der Kolpingfamilie das Kriminalstück "Mörderstund ist ungesund" auf die Pfarrheimbühne. Bei drei Aufführungen ernteten die 16 Mitwirkenden wahre Beifallsstürme.

Schon mit der von "Taferlbub" Felix Jonas gestellten Eingangsfrage "Seid Ihr normal, oder ist jemand dabei, der verrückt ist?" war das Publikum mittendrin im Ort der Handlung, dem Sanatorium Schloss Putzstein. Es beherbergt und betreut ganz besondere Gäste wie beispielsweise ehemalige Diktatoren und Herrscher. Gepflegt werden sie von Dr. Franziska Kümmersbruck (Katharina Jonas), Lebensgefährtin von Schlossherr Heinrich, Freiherr von Putzstein (Fabian Schmid). Beide sind heilfroh, dass das Sanatorium wieder schwarze Zahlen schreibt, der Umsatz ist allerdings zu wenig, um die Geldgier von Putzsteins Exfrau Ägidie (Christina Mehrl) zu stillen. Sie heuert die Unternehmensberaterin Dörte Hippenstedt (Maria Wabra) an, die mit Einschnitten im Pflegebetrieb für Gewinn sorgen soll.

Aus Verzweiflung engagiert Heinrich den Auftragskiller "Der Gärtner" (Leonhard Lippert), der sich um seine Ex und die Unternehmensberaterin "kümmern" soll. Zeitgleich hat aber auch Ägidie von Putzstein mit Hubert Gscheidinger (Simon Schmid) einen echten Gärtner angeheuert. Als später eine Leiche gefunden wird, will es keiner gewesen sein - selbst der Killer nicht. Währenddessen sorgt sich Krankenschwester Agathe (Franziska Dorrer) um die Patienten: "Attila" (Michi Mehrl), "Kaiser Nero" (Peter Schmid), "Kaiser Napoleon" (Uli Wabra), "Lucrenzia Borgia" (Manuela Hellmuth) und Agatha Christie (Agnes Jonas) bringen selbst ungewöhnliche Vorschläge zur Lösung der Problematik. Die genervte Köchin Berta Wimsberger (Conny Schmid) vervollständigt das Chaos, so dass Chefermittlerin Klara Fall (Leni Krämer) und Assistentin Mechthild Witzig (Verena Graf) viel Spürsinn beweisen müssen, um die pikanten Fälle zu klären.

Langanhaltender Schlussapplaus belohnte die Mitwirkenden. Im nächsten Jahr möchte das Ensemble mit einem neuen Charakterstück wieder auf die Bühne treten.
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