Traditionelles Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch
Platz für neues Geld

Die Geldbeutel der Seebarner Narren mussten in den letzten Wochen sehr leiden; am Aschermittwoch wurden sie im Holzzuber gesäubert. Bild: zth
Lokales
Neunburg vorm Wald
19.02.2015
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Die fünfte Jahreszeit wurde zwar am Faschingsdienstag eingegraben. Aber bereits am Aschermittwoch trafen sich zahlreiche Narren schon wieder auf dem Seebarner Dorfplatz zum traditionellen Geldbeutelwaschen.

Die Geldbörsen und -taschen wurden in den letzten Tagen und Wochen sehr in Mitleidenschaft gezogen, weshalb sie in einem Holzzuber gesäubert wurden, damit nun wieder neues Geld Platz findet - befreit von all den Vorkommnissen in der Faschingszeit. Dieser Brauch wird in Seebarn seit nunmehr 68 Jahren gelebt und zelebriert, sowohl von der älteren Generation, aber auch von der Jugend. Anders als beim Faschingszug lachte am Mittwoch keine Sonne, dafür sorgte aber der aufgestellte Holzofen für Wärme.

Auch für das leibliche Wohl hatte das Faschingskomitee wieder gesorgt; Bratheringe, gekochte Kartoffeln, Käse, Eier und auch Krapfen warteten auf die Besucher. Nebenbei wurde - wie jedes Jahr - eine "Maut" von den vorbeifahrenden Fahrzeugen verlangt. Erst nach einer Zahlung wurde eine Weiterfahrt gestattet.

Die Bevölkerung hat diesen Spaß zur Freude des Faschingskomitees zum Großteil auch mitgemacht, wodurch die Tradition weiterhin im Dorf erhalten bleibt. Damit wurde auch in Seebarn die Faschingszeit endgültig beendet und die Fastenzeit eingeläutet.
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