"Verkehrsfluss spürbar verbessert"

Polizeichef Tobias Mattes, Baudirektor Gottfried Weishäupl (rechts neben dem Verkehrsschild) und Bürgermeister Martin Birner (rechts) sowie weitere Behördenvertreter packen mit an, um die Absperrung aufzuheben. Bild: Bugl
Lokales
Neunburg vorm Wald
31.07.2015
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Fünf Jahre Planung, fünf Monate Bauzeit und ein neuralgischer Punkt weniger: Auf der Kreuzung Dorrer-/Söltlstraße fließt wieder der Verkehr. Aber vor allem die Fußgänger sollten von dem Umbau profitieren.

Von einem "Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt" sprach am Freitag bei der Freigabe der Straße Baudirektor Gottfried Weishäupl vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Da Söltlstraße und Dorrerstraße auf die Staatsstraße 2040 treffen, teilen sich Bauamt und Stadt auch die Kosten von insgesamt 600.000 Euro.

Anbindung optimiert

"Es hat alles wunderbar funktioniert", stellte Baudirektor Weishäupl angesichts der frisch geteerten Straße mit Linksabbiegerspur und Querungshilfe für Fußgänger fest. "Grundlage hierfür waren Überlegungen der Stadt Neunburg, den Einmündungsbereich verkehrstechnisch zu optimieren und die fußläufige Verbindung zur Altstadt zu verbessern", erläuterte er. Er lobte die Kooperationsbereitschaft der Anwohner und die Zusammenarbeit mit der ausführenden Baufirma Wagner. Im Auftrag der Stadt wurden auch Gehwege in der Gerhardinger Straße saniert, und die Stadtwerke GmbH nutzte die Gelegenheit, Kanal- und Stromnetz in diesem Bereich zu erneuern. Auch die Wasserleitung wurde auf Veranlassung des Zweckverbands der Nord-Ost-Gruppe neu verlegt. Nicht zuletzt wurden auch Leerrohre für den späteren Ausbau des Breitbandkabelnetzes mit eingebaut.

Neu ist ein Fahrbahnteiler, der künftig als Querungshilfe Fußgängern und Radfahrern helfen soll. Speziell für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gibt es bei diesem Übergang taktile Bodenelemente mit Noppen und Rippen. Der Kontrast der hellen Platten zum dunklen Teer hebt den Überweg noch besser hervor.

"Das Ergebnis kann sich sehen lassen", urteilte Bürgermeister Martin Birner über den Umbau und prophezeite: "Dieses wichtige Straßenbauvorhaben wird die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss für alle spürbar verbessern." Er ließ die einzelnen Schritte Revue passieren, von dem auch vom Seniorenbeirat angeregten Vorschlag über den ersten Vorentwurf im Juni 2012 bis hin zum im April 2014 gebilligten Bauentwurf.

"Ein Bauvorhaben dieser Größenordnung an diesem neuralgischen Punkt in unserer Stadt geht nicht ohne Behinderungen des allgemeinen Straßenverkehrs oder des Verkehrs zu den anliegenden Grundstücken und Geschäften ab", gab der Bürgermeister zu bedenken. Die Bürger hätten Schleichwege genutzt, in den sozialen Netzwerken sei so mancher Beitrag mit Fotos zur Umleitungsbeschilderung gepostet.

Noch mehr Baustellen

Immerhin gab es parallel noch weitere Baustellen und Straßensperrungen. Betroffen waren die Ortsstraße Rahm, die Ortsdurchfahrt von Kröblitz und Seebarn und dazu kam auch noch die Sperrung der Strecke Schwarzhofen-Lengfeld - mit Umleitung über Neunburg. "Mancher Fremde konnte oder musste glauben, er wird von einer Umleitung in die nächste geführt", räumte Birner ein. Angesichts von Baulärm und Staub lobte Birner aber auch das Verständnis der Anwohner.

Viele von ihnen waren am Freitag mit dabei, als die Behördenvertreter mit vereinten Kräften den Absperrbock beiseite schoben und "gute Fahrt" wünschten. Die Nachbarn hatten inzwischen auch die Vorteile der Bauphase zu schätzen gelernt. "So ruhig werden wir's nie wieder haben", meinte einer.
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